Urdorf
42 Tänzer hauchten alter Musik modernes Leben ein

42 Jugendliche der Tanz-Fabrik halfen dem Collegium Musicum Urdorf dabei, sein Fest zum 25-jährigen Bestehen zu einem erfrischend unkonventionellen Abend zu machen.

Christian Murer
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Tanz-Fabrik Collegium Musicum Urdorf
16 Bilder
Tänzerische Harmonie zu den Melodien - Bilder einer Ausstellung- von Modest Mussorgsky
Susanne Dubach spielt Geige im Collegium Musicum Urdorf
Zauberhafte Tanzperformance zu den Melodien von Mussorgskys
Tänzerinnen der Tanz-Fabrik Urdorf von Sarah Heldner interpretieren die Klänge
Geiger Matthias Ruff
Dirigent Pascal Druey spielt mit dem Collegium Musicum Urdorf
Sie kommen hoch hinaus ÔÇô die Tänzerinnen der Tanz-Fabrik Urdorf von Sarah Heldner
Der Dietiker Samuel Mittag an der ersten Geige
Eindrückliche Tänze zur Musik von Modest Mussorgsky
Der Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart erzählt die Geschichte
Die jugendlichen Tänzer der Urdorfer Tanz-Fabrik
Das Cello-Register des Collegium Musicum Urdorf
Bratschistin Pascale Brem vom CMU
Breakdancer der Urdorfer Tanz-Fabrik
Agile junge Breakdancer der Urdorfer Tanz-Fabrik

Tanz-Fabrik Collegium Musicum Urdorf

Christian Murer

Ein Bilderrahmen, eine Petrollampe und ein prominenter Erzähler: «Urdorf gibt es schon ur-ur-ur-lang... Aber heute gehen wir in eine Stadt nach Russland» — so beginnt Hanspeter Müller-Drossaart die Geschichte aus St. Petersburg, die sich im Februar 1874 ereignet. Sie handelt von einer Ausstellung des russischen Malers Viktor Hartmann, der ein Jahr zuvor verstorben war. Diese Ausstellung wiederum inspirierte seinen damals 35-jährigen Landsmann und Komponisten Modest Mussorgski zu einer Suite mit zehn Bildern, die den Betrachter beim Gang durchs Museum beschreibt.

Das Collegium Musicum Urdorf (CMU) hat sich zu seinem 25-Jahres-Jubiläum aber nicht nur bei der Musikauswahl etwas ganz Spezielles einfallen lassen. «Wir wollten einmal mehr mit Sarah Heldners Tanz-Fabrik aus Urdorf zusammenspannen und dieses weltberühmte Werk mit Tanz und Musik aufführen», sagt CMU-Dirigent Pascal Druey. Und so verwandelten die 42 Tänzerinnen und Tänzer die Musik mittels einer modernen Tanzsprache zu packenden Bildern. Davon sehr beeindruckt zeigte sich Urdorfs Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner nach dem Konzert: «Ich habe grossen Respekt vor all den jungen Damen und Herren, die mit ihren Tänzen die Musik äusserst kreativ umgesetzt haben.»

«Wir konnten uns voll entfalten»

Der jugendliche Tänzer Luciano Titaro ergänzte: «Wir konnten uns bei den Tänzen zu dieser für mich ungewohnten klassischen Musik voll entfalten.» Die Proben und auch die Aufführung selbst seien allerdings nicht nur für ihn sehr anstrengend gewesen, so der bald 14-jährige Breakdancer. Auch Johannes Reinhard, Präsident des eidgenössischen Orchesterverbandes, war von der Darbietung angetan: «Ich freue mich sehr, wenn unsere Mitglied-Orchester so lebhafte Konzerte aufführen. Insbesondere finde ich es toll, wenn sie mit andern Gruppen zusammenspannen.» Genau so begeistert zeigte sich der Urdorfer Christian Bochsler. «Die haben das wirklich super gemacht. Vor allem, wie die jungen Tänzerinnen und Tänzer sich auf diese Musik einstellen konnten, fand ich fantastisch.»