In der Gastronomie heisst es, dass das Dessert nochmals etwas Besonderes sein muss, weil beim Gast der letzte Eindruck zählt. Dieses Motto haben sich auch die Organisatoren des Regionalturnfestes in Weiningen zu Herzen genommen. Mit einer rund 90 minütigen Show, an der über 400 Turnerinnen und Turner mitwirkten, endete gestern Nachmittag der Grossanlass, der rund 5000 Sportler sowie 10 000 Besucher ins Limmattal zog.

Nach den Einzelwettkämpfen am letzten Wochenende und dem eigentlichen Höhepunkt, den Vereinswettkämpfen diesen Samstag, standen am Schlusstag nun noch die Ehrungen der Turnfestsieger auf dem Programm. Umrahmt wurde die Abschlussshow von turnerischen Darbietungen der besten Vereine sowie der musikalischen Begleitung der Stadtmusik Dietikon.

Eine Show, die wesentlich von den einheimischen Turnern geprägt wurde. Zur Krönung eines gelungenen Festes, das ohne nennenswerte Zwischenfälle über die Bühne ging, erlangte der Turnverein Weiningen im Vereinswettkampf den Turnfestsieg. Gleiches gilt für das Aerobic-Team sowie die Geräteturnerinnen Silja Mohler (siehe Text Seite 16). Verständlicherweise gross war der Jubel, als die Sportlerinnen und Sportler den wohlverdienten Kranz in Empfang nehmen durften.

Nicht nur wegen dieser sportlichen Erfolge sprach Weiningens Gemeindepräsident Hanspeter Haug davon, dass das Turnfest beste Werbung für die Gemeinde gewesen sei. Er lobte auch, was das OK unter Führung von Thomas Mattle und mit der Hilfe von über 1200 Freiwilligen auf die Beine stellte. Mehr als 15000 Stunden an unentgeltlicher Arbeit leisteten die Helfer.

Auch die Zürcher Kantonsratspräsidentin Theres Weber (SVP), die als Ehrengast geladen war, zeigte sich angetan von der Organisation. «Was ihr geleistet habt, ist gewaltig», sagte sie. Dieses Turnfest werde in die Geschichte eingehen. Ähnlich äusserte sich Regierungsrat Mario Fehr (SP). Er sei sich sicher, dass jeder mit guten Erinnerungen an das Fest nach Hause gehen und sagen werde, das Turnfest in Weiningen sei eines der Superlative gewesen.

OK-Präsident Mattle zeigte sich jedenfalls «stolz auf das, was wir hier auf die Beine gestellt haben». Auch weil man von der Bevölkerung getragen worden sei. Die Frage, ob er nochmals einen solchen Anlass organisieren würde, verneinte er: «Zumindest wenn man mich unmittelbar nach dem Fest fragt.» Mit etwas Abstand könnte sich dies aber ändern. Und auch die Wettkampfleiter sind froh, dass die beiden anstrengenden Wochenenden vorbei sind. Der Gesamtwettkampfleiter, Ruedi Moser, meinte jedenfalls, dass er sich für heute bei der Massage angemeldet habe.

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