Dietikon
40-jähriges Jubiläum: Der Einsatz begann im Atelier von Bruno Weber

Der Verein «Freunde Bruno Weber Park» feiert seinen 40. Geburtstag.

Christian Iten
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Der Grundstein für den Skulpturenpark von Bruno Weber wurde 1963 mit dem Bau des ersten Ateliers des Künstlers gelegt. Patrick Züst

Der Grundstein für den Skulpturenpark von Bruno Weber wurde 1963 mit dem Bau des ersten Ateliers des Künstlers gelegt. Patrick Züst

Patrick Züst

Es waren mitunter bekannte Persönlichkeiten, wie Alfred Rasser, Erika Burkart oder Harald Szeemann, die sich im Atelier des Künstlers Bruno Weber trafen. Zusammen mit rund 40 weiteren Personen gründeten sie dort als Reaktion auf die behördliche Abbruchverfügung des Skulpturenparks oberhalb Dietikons und Spreitenbachs den Verein «Gesellschaft Weinrebenpark».

Denn mit Bewilligungsverfahren hatte es der eigenwillige Künstler nicht so. Weber baute einfach. Und so kam es, dass Spreitenbach eine Abbruchverfügung für nicht bewilligte Anbauten anordnete. Das war 1976. 40 Jahre später existiert der Verein immer noch, nun aber unter dem Namen «Freunde Bruno Weber Park». Und auch die Mitgliederzahl ist seither gestiegen.

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Künstler wird gewürdigt

Am Donnerstagabend versammelten sich gegen 100 Vereinsmitglieder im Skulpturenpark, um den runden Geburtstag zu begehen. Dabei wurde auch die Leistung des 2011 verstorbenen Künstlers gewürdigt. «Mit seinem Park hat Bruno Weber eine Fantasiewelt geschaffen, die in ihrem Kern heiter und fröhlich ist», sagte etwa Dietikons Stadtpräsident Otto Müller. Ähnlich äusserte sich auch Rudolf Kalt, der ehemalige Gemeindeammann von Spreitenbach. «Ich bewunderte Bruno Weber, der zusammen mit seiner Frau Anna Maria bewusst einen Gegenpol zur modernen, kommerzialisierten Gesellschaft setzte», sagte er.

Vereinspräsidentin Sabine Billeter dankte den Anwesenden für ihre Vereinstreue und langjährige ideelle und finanzielle Unterstützung des Parks. Und Künstlerwitwe Maria Anna Weber erinnerte an die vielen langjährigen Helferinnen und Helfer, ohne die der Bruno-Weber-Park nicht das geworden wäre, was er heute ist. Musikalisch umrahmt wurden die Festreden durch ein klassisches Konzert des Quartetts «Les
flutes enchantées», das unter anderem Werke von Händel, Bach, Mozart spielte

Etwas getrübt wurde die Festfreude durch einen Brief der «Bruno Weber Stiftung», der den Anwesenden beim Eintreffen im Park ausgehändigt wurde. Darin wurde das schwierige Verhältnis zwischen dem Verein und der Stiftung thematisiert. So bestehen unter anderem Differenzen bezüglich baulicher Projekte.