Weiningen
358 Flaschen für jede Gemeinde an der «Wy-Teilete»

358 Flaschen darf jede Gemeinde an der 19. «Wy-Teilete» in Empfang nehmen, um an Gemeindeversammlungen oder zu anderen Anlässen der Bevölkerung zu offerieren. 1995, bei der ersten «Teilete», waren es insgesamt 600 Flaschen.

Sandro Zimmerli (Text und Fotos)
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«Wy-Teilete» Kreisgemeinde Weiningen
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In Oetwil gibts den Apéro.
Oetwils Gemeindepräsident Paul Studer, die Geroldswiler Gemeindepräsidentin Ursula Hofstetter, Weiningens Finanzvorstand Rolf Bärenbold, der Oetwiler Gemeindeschreiber Pierluigi Chiodini und Unterengstringens Werkvorstand Simon Wirth geniessen ein Gläschen auf dem Fuhrwerk.
Zwei zuverlässige Gefährten.
René Brüggemann mit dem Wein.

«Wy-Teilete» Kreisgemeinde Weiningen

«Schön, eine leichte Säure.» Der erste Schluck des neuen «Chreisgmeinds-Wy» mundet. Die vier Gemeinderatsvertreter aus Oetwil, Geroldswil, Weiningen und Unterengstringen sind zufrieden mit dem Jahrgang 2012. Auf dem Weingut von Peter Vogler wird noch eine Weile gefachsimpelt, ehe der nächste Besuch ansteht.

Wie an der «Wy-Teilete» der Kreisgemeinde Weiningen seit einigen Jahren üblich, folgt nach dem Verlad des Weines durch die Werkmitarbeiter der Gemeinden ein Halt im Seniorenzentrum «Im Morgen». Dort werden 100 Flaschen abgeladen. Eine Geste, die geschätzt wird, wie Leiter René Brüggemann erklärt. «Es zeigt die Verbundenheit mit unserer Institution.»

Auch die Politiker geniessen diesen Nachmittag. «Es ist schön einmal ohne Traktandenliste miteinander zu diskutieren», sagt Geroldswils Gemeindepräsidentin Ursula Hofstetter. Ein Genuss ist auch die Anfahrt nach Weiningen. Von der diesjährigen Veranstaltergemeinde Oetwil, wo das Nachtessen stattfindet, geht es mit dem Pferdefuhrwerk in den Weinberg. «Bereits an der ersten ‹Wy-Teilete› ging es mit Ross und Wagen zu Peter Vogler», erklärt Oetwils Gemeindepräsident Paul Studer. Traditionell wird auf dem Wagen die letzte Flasche des alten Jahrgangs kredenzt. «So hat man den Vergleich mit dem neuen Jahrgang», sagt Studer.

358 Flaschen darf jede Gemeinde an der 19. «Wy-Teilete» in Empfang nehmen, um an Gemeindeversammlungen oder zu anderen Anlässen der Bevölkerung zu offerieren. 1995, bei der ersten «Teilete», waren es insgesamt 600 Flaschen. Schon damals kamen die Trauben vom Guldiberg. Dort wurde einige Jahre zuvor ein Wasserreservoir gebaut und das Gelände danach rekultiviert. Seither stehen dort die Reben für den von Peter Vogler gekelterten «Chreisgmeinds-Wy».