Limmattal
27 Prozent mehr arbeitslose Jugendliche im Limmattal

Die regionale Arbeitsvermittlung (RAV) stellt einen Anstieg der Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen fest. In allen anderen Altersgruppen blieb die Situation jedoch stabil.

Alex Rudolf
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Die am stärksten wachsende Klientelgruppe der regionalen Arbeitsvermittlung (RAV) ist zwischen 15 und 19 Jahren alt. Matthias Kessler

Die am stärksten wachsende Klientelgruppe der regionalen Arbeitsvermittlung (RAV) ist zwischen 15 und 19 Jahren alt. Matthias Kessler

Die Arbeitslosenquote im Bezirk Dietikon ist noch immer die höchste des ganzen Kantons. Der Zürcher Durchschnitt von 2,8 Prozent wird um ein Prozent übertroffen. In der öffentlichen Arbeitsvermittlung Dietikon sind in diesem Monat drei Personen weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat Juni. Dies wird als positives Signal gewertet. «Erfreulicherweise ist die Arbeitslosigkeit im Limmattal praktisch unverändert geblieben», schreibt Peter Greif vom RAV (Regionale Arbeitsvermittlung) Dietikon in einer Medienmitteilung. Insgesamt meldeten sich 1602 Personen als arbeitslos, was einer Quote von 3,8 Prozent entspricht. Es ergibt sich keine prozentuale Veränderung zum Vormonat Juni.

Eine hohe Zunahme der Arbeitslosigkeit lässt sich jedoch bei den Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren feststellen. Während in allen anderen Altersklassen leicht weniger oder gleichviele Arbeitslose verzeichnet wurden, stieg die Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen um 27 Prozent. Neu sind 94 Personen beim RAV Dietikon angemeldet, im Juni waren es noch 74. «Die relativ deutliche Zunahme bei den Jugendlichen erklärt sich damit, dass einige im Sommer die Schule abschliessen und nicht gleich eine Lehrstelle finden», erklärt Peter Greif die Situation. Auch nach dem Lehrabschluss gebe es Jugendliche, die keine oder zumindest nicht sofort eine Anschlusslösung fänden, so Greif weiter.

Handwerker beliebt

«Für Schulabgänger ohne Lehrstelle erleichtert die Anmeldung beim RAV die Suche», betont Greif. Die Übergangslösungen, wie Beschäftigungs- und Schulungsprogramme, dienten dazu, den jungen Erwachsenen Sozialkompetenzen und Berufspraxis zu vermitteln. Greif empfiehlt diese Übergangslösung jedoch auch Personen, die bereits eine Lehre absolviert haben, aber noch keine Stelle gefunden hätten.

Kein anderes Bild im Aargau

Auf der anderen Seite der Kantonsgrenze zeigt sich ein ähnliches Bild. Im Aargau wurden 153 mehr Arbeitslose verzeichnet, was aber keine Auswirkung auf die Gesamtquote von 2,5 Prozent hat. Auch hier stammt die Zunahme meist von neuen Arbeitslosen unter 25 Jahren. Bergdietikon hat mit weniger als fünf neuen Stellensuchenden den geringsten Zuwachs im Limmattal, gefolgt von Killwangen mit sechs und Spreitenbach mit 53.

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