Handball

2.-Liga-Handballerinnen des HC Dietikon-Urdorf stehen so gut wie in der Aufstiegsrunde

Sie grüssen von der Tabellenspitze: Die Damen des HC Dietikon-Urdorf.

Sie grüssen von der Tabellenspitze: Die Damen des HC Dietikon-Urdorf.

120 Minuten sind in der Qualifikation noch zu absolvieren, doch schon jetzt ist klar: Die Limmattalerinnen werden in ihrer Meisterschaftsgruppe zumindest Zweite. Und damit dürfen sie nach der Festtagspause um die direkte Rückkehr in die 1. Liga spielen.

«Bisher ist die Saison erfreulich verlaufen», zieht Coach Tobias Zatti ein Zwischenfazit. Ganz definitiv ist die Teilnahme an der Aufstiegsrunde indes noch nicht. Rein rechnerisch fehlt aus dem Heimspiel vom 8. Dezember gegen die SG Meilen/Stäfa (um 18.45 Uhr in Urdorf) und dem Auswärtsspiel bei der SG Zürisee eine Woche später ein Punkt. Ein Scheitern des HCDU würde einem kleinen sportlichen Wunder gleichkommen, weisen die Limmattalerinnen doch auf den Tabellendritten SG Zürisee aktuell bei einem Mehrspiel sechs Punkte Vorsprung und eine um sage und schreibe 98 Treffer bessere Tordifferenz auf. Viel wahrscheinlicher als zwei Fehltritte ist, dass sie ihre Meisterschaftsgruppe gewinnen werden. Also: Finalrunde planen.
«Ich denke, wir können uns auf die Aufstiegsspiele vorbereiten», sagt auch der Coach.

Schiefgehen sollte nichts mehr. Zu gefestigt trat sein Team in den letzten Wochen auf. Zatti: «Wir spielten zeitweise richtig guten Handball, es macht grossen Spass.» Was in ihnen steckt, zeigten die Limmattalerinnen vor allem im Spitzenspiel gegen die Albis Foxes vor knapp zwei Wochen. Nach zwei vorangegangenen knappen Niederlagen gegen ebendiese Foxes gelang damals ein 33:22-Auswärtssieg. Vor allem in der zweiten Halbzeit demontierten die überlegenen HCDU-Frauen die Gastgeberinnen und setzten sich mit diesem Erfolg an der Tabellenspitze fest. «Dort gefällt es uns, wir wollen die Qualifikation auch auf Rang 1 beenden», sagt Zatti schmunzelnd.

Nach den restlichen beiden Partien der Regular Season werden sich die Limmattalerinnen in die wohlverdiente Festtagspause verabschieden. Zwei Wochen ist Ruhe, dann beginnt die Vorbereitung auf die Aufstiegsrunde. Bevor es ernst gilt, treffen Zatti und seine Trainerkollegen Muzaffer Dogru und Manuela Strebel mit ihren Damen in einer Vorbereitungspartie auswärts auf 1.-Ligist Volketswil.

Wiedersehen mit Peach Rusert

Dort hält ein Altbekannter die Fäden in den Händen. Peter «Peach» Rusert, in seiner Aktivzeit beim HCDU ein gefürchteter Flügelspieler, soll die Glattalerinnen vor dem Abstieg retten. Rusert machte seine ersten Erfahrungen im Damenhandball im Limmattal, stieg 2015 mit dem HCDU in die 1. Liga auf. «Wir freuen uns auf den Abend», sagt Zatti.

Momentan scheint trotz tristem Herbstwetter die Sonne bei den HCDU-Damen. Das war vor ein paar Monaten noch anders. Ende der vergangenen Saison mussten die Limmattalerinnen nur ein Jahr nach dem wiederholten Aufstieg in die 1. Liga wieder runter in die 2. Liga. Doch die Tränen trockneten schnell, der Kampfgeist erwachte rasch wieder. «Wir geben nicht auf», sagte sich das Trainerduo Zatti/Dogru und hängte noch eine vierte Saison an der Seitenlinie an. Bislang ging die Rechnung der Trainer auf, auch dank der Tatsache, dass die Verletzungshexe einen grossen Bogen um das quantitativ bescheidene Kader machte.

Ab Mitte Januar 2020 geht es also um die Rückkehr in die 1. Liga. Die Erst- und Zweitplatzierten der drei 2.-Liga-Gruppen bilden eine 6er-Poule, in welcher eine einfache Doppelrunde ausgetragen wird. Wie der Modus bezüglich Promotion aussieht, ist noch unklar. «Das entscheidet der Verband im März», sagt Zatti. Ob es einen oder zwei Aufsteiger geben wird, ob direkt aufgestiegen wird oder es zu Barragespielen gegen die schlechtesten 1.-Liga-Teams kommt – niemand kann das jetzt sagen. Darum gilt für die Damen des HCDU: Möglichst ohne Niederlage durchkommen, dann sollte mit dem Schritt zurück in die Zukunft nichts schiefgehen.

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