Weiningen
180 Schüler löchern Lehrmeister an Berufsmesse mit Fragen

An der Berufsmesse in Weiningen werden an 25 Ständen unterschiedliche Lehrberufe präsentiert. Die neugierigen Schüler und Schülerinnen haben die Möglichkeit viele Fragen zu stellen.

Liana Soliman
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Der Singsaal der Oberstufe Weiningen ist mit neugierigen Schülerinnen, Schülern und antwortbereiten Lehrmeistern und Angestellten gefüllt.

Der Singsaal der Oberstufe Weiningen ist mit neugierigen Schülerinnen, Schülern und antwortbereiten Lehrmeistern und Angestellten gefüllt.

Liana Soliman

Noch fünf Minuten gedulden. Dann werden die Schülerinnen und Schüler der 2. Sekundarstufe aus den Gemeinden Weiningen, Ober- und Unterengstringen, Geroldswil und Oetwil in den Singsaal der Oberstufe Weiningen eingelassen. Die dritte Berufsmesse ist eröffnet. 25 Stände, die unterschiedliche Lehrberufe präsentieren, warten auf die 180 zukünftigen Auszubildenden.

An jedem Stand stehen je zwei Angestellte von Firmen aus verschiedenen Branchen. Insgesamt können sich die Schülerinnen und Schüler durch zwei zugeteilte Pflichtinterviews und weitere eigenmotivierte Interviews von 50 verschiedenen Berufslehren ein Bild machen.

Dieses Mal ist es anders

Anders als in den vorigen Jahren mussten sich die Jugendlichen dieses Mal intensiv vorbereiten, über die Unternehmen recherchieren und Interviewfragen formulieren, erklärt Projektleiter Michel Meier. Zudem bekommen die Schülerinnen und Schüler nach jedem Interview an einem Stand ein schriftliches Feedback, aus dem sie gleich für das nächste Interview lernen können.

Durch die Berufsmesse knüpfen die Schülerinnen und Schüler einen ersten Kontakt mit den zukünftigen Lehrmeistern. «Ziel ist es, den Jugendlichen die Angst zu nehmen und sie selbstbewusster für Gespräche mit Lehrmeistern zu machen», sagt Meier. Auch soll das persönliche Gespräch den Jugendlichen zeigen, was für Erwartungen von den Arbeitgebern an sie gestellt werden.

Dass die Berufsmesse in Weiningen in einem deutlich kleineren Rahmen als jene in Oerlikon stattfindet, liege daran, dass die Veranstalter nicht auf das Quantitative fokussieren wollten, sondern auf das persönliche Gespräch mit den Firmen, sagt Meier. Dass das Konzept funktioniert, zeigen die Erfolge der bisherigen Ausgaben. So konnten sich einige Schülerinnen und Schüler später bei einer Bewerbung auf das Gespräch an der Berufsmesse beziehen und bekamen eine Lehrstelle, so Meier.