Dietikon

1625 neue Computer: Schule rüstet in den Klassenzimmern auf

Convertible Computer verfügen über eine abnehmbare oder umklappbare Tastatur: Solche Geräte will sich Dietikon nun anschaffen.

Die Kosten für die neuen Geräte belaufen sich auf knapp drei Millionen Franken. Davon hat der Stadtrat bereits 2,3 Millionen Franken bewilligt.

Bis Herbst 2020 sollen alle Dietiker Schuleinheiten über genügend Computer verfügen, damit «die Grundlage zu einem zeitgemässen Unterricht gelegt» ist, wie Stadtrat und Schulpflege in einem Antrag schreiben.

Noch ist offen, welcher Gerätetyp angeschafft wird. Klar ist, dass es sich
um sogenannte Convertible Computer handeln wird, die über eine abnehmbare oder umklappbare Tastatur verfügen und mit WindowsBetriebssystem laufen.

Es handelt sich dabei sowohl um einen Ersatz alter Geräte als auch um einen Ausbau.
Die derzeit verwendeten ICT-Geräte werden Ende des laufenden Schuljahres 2019/2020 zwar noch funktionsfähig sein, doch werden sie das Ende ihrer Supportzeit erreichen. «Die Hersteller stellen jegliche Unterstützung ein», heisst es im Antrag. Die Geräte werden kein Betriebssystem und keine Software mehr haben. Für den Ersatz dieser Geräte hat der Stadtrat in eigener Kompetenz 2,3 Millionen Franken als gebundene Ausgabe bewilligt.

Über 0,6 Millionen Franken entscheidet das Parlament

Um mehr Geräte als bisher zu kaufen, beantragt der Stadtrat dem Parlament zudem einen Kredit über 0,6 Millionen Franken als nicht gebundene Ausgabe. Diese Anschaffung läuft unter dem Projekttitel «iDietike Erweiterung». Insgesamt stehen der Schule dann 1625 Geräte zur Verfügung.

Vorgesehen ist, dass spätestens ab Herbst 2020 jede Schulklasse fix über einen Koffer verfügt, in dem sich sechs Geräte inklusive Ladestationen befinden. Durch das Ausleihen von Koffern anderer Klassen kann die Zahl verfügbarer Geräte jeweils für spezielle Lektionen erhöht werden, wie Schulpflege und Stadtrat schreiben.

Da in den 5. und 6. Klassen der umfassende Unterricht und der Umgang mit Informatikmitteln beginnen und unter anderem das Fach «Medien und Informatik» startet, erhalten diese zusätzlich drei weitere Gerätekoffer. «Somit können alle Schülerinnen und Schüler einer 5. und 6. Klasse mit einem eigenen Gerät arbeiten.»

Im Kindergarten genügen gemäss Erwägungen der Schulpflege vorerst drei Geräte. In der Sekundarschule werden – trotz des intensiven Einsatzes von Informatikmitteln – sechs Schul-Tablets ausreichen. Ein Grossteil der Schülerinnen und Schüler verfüge über ein eigenes Gerät und könne dieses einsetzen; dieser Ansatz, bekannt unter dem ICT-Begriff «bring your own device» oder der Abkürzung «Byod», dürfte sich durchsetzen.

Mit dem Einsatz neuer und zusätzlicher Geräte wird auf den Dietiker Schulanlagen «eine grosse Datenmenge generiert», heisst es im Antrag. Die bisherigen Netze könnten diese nicht mehr verarbeiten. Die Schulanlagen werden deshalb mit Glasfaserleitungen ausgerüstet. Zudem sollen sich die WLAN-Zugänge nicht nur auf die Schulzimmer beschränken. Auch Fachlehrerzimmer, Turnhallen und die gesamte Schulanlage sollen flächendeckend über einen guten WLAN-Zugang verfügen.

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