Neue altersgerechte Wohnungen statt Hotelzimmer, dazu ein modernerer Gemeindesaal: Die Planung für diese und weitere Entwicklungen kann Geroldswil nun weiter vorantreiben. Die 150 Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung am Montagabend sagten ohne Gegenstimme Ja zum Projektierungskredit über 1,946 Millionen Franken. Deutlicher hätten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dem Gemeinderat das Vertrauen nicht aussprechen können. «Ihre positive Haltung zur Entwicklung des Zentrums gibt uns viel Vorfreude», sagte darum Gemeindepräsident Michael Deplazes (parteilos) nach der Abstimmung, «das ist das Benzin, damit der Gemeinderat weiterarbeitet.»

Zunächst läuft nun der bereits begonnene Studienauftrag weiter, aus dem bis zum 11. Juni 2018 eines der sieben zugelassenen Planungsteams als Sieger hervorgehen wird. Das am Montag gesprochene Geld reicht bis zur Baubewilligung, die in rund drei Jahren vorliegen soll, wenn alles ohne Verzögerung vonstattengeht. So könnten im Frühjahr 2022 die Arbeiten zum Hotel-Umbau starten.

«Geld ins Kässeli schütten»

Ehe es ohne Diskussion zur klaren Abstimmung kam, nahm Franz Heller (FDP) noch Stellung im Namen der Rechnungsprüfungskommission (RPK). «Die Rechnungsprüfungskommission findet diesen Betrag eigentlich noch recht hoch. Aber es ist ein Schritt in die Zukunft», sagte Heller.

Gegenüber beim Baufeld Ost – dem Kiesplatz, der ab Frühling 2018 überbaut wird – wartet die Gemeinde derzeit noch auf die Baubewilligung. Dieses Baufeld wird die grösste Entwicklung im Geroldswiler Zentrum mit sich bringen. Entsprechend grosse Hoffnungen werden in das Baufeld Ost gesetzt. Das zeigte sich auch an der Versammlung wieder, als es um das Budget ging. Finanzvorsteher Beat Schmid (SVP) freut sich auf die Zukunft, in der das Baufeld Ost dereinst voll vermietet sein soll. «Dann wird es uns wieder Geld ins Kässeli schütten», so Schmid.

Vorerst lautet seine Devise aber: «Wir müssen sparen.» Nur so lasse sich der Steuerfuss von 44 Prozent halten. Dieser gilt unverändert auch fürs 2018, nachdem die Versammlung das Budget mit dem Defizit von 350 000 Franken einstimmig und diskussionslos annahm.

Ebenfalls angenommen wurden der Vertrag mit Weiningen zum Abwasser in der Fahrweid und die aufgrund neuer übergeordneter Regeln nötig gewordenen Revisionen der Gebührenverordnung und der Bürgerrechtsbestimmungen sowie die Auflösung des Zweckverbands Betreibungs- und Gemeindeammann Geroldswil-Oetwil-Weiningen, der durch einen Anschlussvertrag ersetzt werden soll. Auch die Revision der Verkehrsbaulinie an der Dorfstrasse kam einstimmig durch. Alle Entscheide fielen einstimmig.

Punkt 21.15 Uhr erklärte Gemeindepräsident Deplazes den offiziellen Teil der Versammlung als geschlossen.