Weiningen
14 Millionen Franken für die nächste Strassenbaustelle sind da

Der Regierungsrat hat die 14 Millionen Franken für die Sanierung und Umgestaltung der Kantonsstrasse durchs Dorf genehmigt.

David Egger
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Trotz den vier Einsprachen, die gegen das Projekt eingegangen waren, genehmigte der Regierungsrat die nötigen 14 Millionen Franken. (Symbolbild)

Trotz den vier Einsprachen, die gegen das Projekt eingegangen waren, genehmigte der Regierungsrat die nötigen 14 Millionen Franken. (Symbolbild)

Limmattaler Zeitung

Im rechten Limmattal sind sich die Autofahrer grosse Strassenbaustellen schon seit einiger Zeit gewohnt. In Weiningen, wo die Gemeinde erste Strassenteile aufgerissen hat, um die Werkleitungen auf Vordermann zu bringen, steht die ganz grosse Baustelle auf dem kantonalen Strassennetz noch bevor: die Sanierung und Umgestaltung von Dietikoner-, Badener- und Regensdorferstrasse. Diese will das kantonale Tiefbauamt 2019 starten, wenn die Gemeinde ihre Arbeiten abgeschlossen hat. Nun hat der Regierungsrat das Geld für das Projekt gesprochen. Wie er gestern mitteilte, genehmigte er die nötigen 14 Millionen Franken. Ebenso setzte er das Projekt fest, gegen das vier Einsprachen eingegangen waren.

Mit drei Einsprechern konnte der Kanton im Rahmen der Einigungsverhandlungen bereits eine einvernehmliche Lösung finden. Über eine vierte Einsprache hatte der Regierungsrat zu entscheiden. Diese stammte von der Gemeinde Weiningen. Allerdings wurden sich die Gemeinde und der Kanton bereits einig, bevor der Regierungsrat nun – sozusagen pro forma – über die Einsprache entschied. Konkret war es der Gemeinde um vier Punkte gegangen.

Verhandlungen um Belagsfarbe

Erstens hatte die Gemeinde beantragt, dass auf Abschnitten der Badener- und der Regensdorferstrasse ein eingefärbter Belag eingebaut wird. Die Modalitäten dazu vereinbarten die Gemeinde und der Kanton in einer Einigungsverhandlung am 5. Juni 2017: So wird, wenn der Kanton auf Wunsch der Gemeinde tatsächlich einen eingefärbten Strassenbelag einbauen soll, die Gemeinde die Mehrkosten übernehmen müssen.

Zweitens verlangte die Gemeinde, dass das kantonale Tiefbauamt dort für die am eingedolten Dorfbach vorzunehmenden Hochwasserschutzmassnahmen selber aufkommt, wo es sich um Grundeigentum des Kantons handelt. Das wird auch so sein: Sobald die Bauabrechnung der Gemeinde Weiningen genehmigt ist, wird der Kanton die von der Gemeinde veranschlagten 189'000 Franken zahlen.

Drittens wollte die Gemeinde, dass sich der Kanton finanziell an den Kosten für die neue Ein- und Ausfahrtsbremse an der Dietikonerstrasse beteiligt. Das wird er aber nicht. Basierend auf dem Betriebs- und Gestaltungskonzept und den Normalien für Staatsstrassen wird die Gemeinde diese Kosten selber zahlen müssen. Den dafür nötigen Kredit genehmigte die Gemeindeversammlung am 8. Juni 2017.

Unverhoffte Transparenz

Im Weiteren verlangte die Gemeinde, dass benachbarte Grundeigentümer das Land bei den erneuerten Bushaltestellen erwerben können, auf das der Kanton gemäss Bushaltestellen-Richtlinien nicht mehr angewiesen ist. Der Kanton hat dies den entsprechenden Grundeigentümern auch angeboten, doch zeigten diese kein Interesse. Deshalb wurde die Einsprache in diesem Punkt als gegenstandslos abgeschrieben.

Speziell an der Festsetzung des kantonalen Strassenprojekts und dessen Genehmigung ist der Umstand, dass die Zürcher Staatskanzlei den konkreten Regierungsratsbeschluss gestern öffentlich machte. So zeigte sich Thomas Maag, der Sprecher der Baudirektion, überrascht. «Normalerweise werden Regierungsratsbeschlüsse, in denen Einsprachen behandelt werden, nicht veröffentlicht», sagte Maag.

In Bezug auf das Strassenprojekt gibt es jetzt nur noch wenige Unklarheiten. So wird sich noch zeigen müssen, welche Farbe der Strassenbelag denn nun genau haben wird. Knallige Farben sollen es jedenfalls nicht werden. Klarheit hierüber wird spätestens mit der Vergabe der Strassenbauarbeiten an die Bauunternehmen herrschen – schliesslich müssen diese wissen, was sie genau zu tun haben. Die gesamte Bauzeit soll bis Ende 2021 dauern.

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