Engstringerkreuzung

136 Millionen für Strassenbauprojekte rund um die Limmattalbahn sind offenbar nicht genug

Die Engstringerkreuzung soll Schlieren entlasten.

Die Engstringerkreuzung soll Schlieren entlasten.

Engstringerkreuzung: Das Geld wird knapp. Wie hoch der Nachtragskredit sein werde, sei noch unklar.

Für Strassenbauprojekte im Zusammenhang mit dem Bau der Limmattalbahn hat das Zürcher Stimmvolk vor vier Jahren 136,3 Millionen Franken bewilligt. Nachdem erste Projekte realisiert sind, deutet sich jetzt an, dass das Geld knapp wird: «Bei der Finanzierung zeichnet sich ein Engpass ab. Mit einem Nachtragskredit ist zu rechnen», sagte Andrew Katumba (SP, Zürich), Präsident der kantonsrätlichen Planungs- und Baukommission, gestern anlässlich der Debatte über das kantonale Strassenbauprogramm 2020-2022 im Kantonsrat. Wie hoch der Nachtragskredit sein werde, sei noch unklar.

Bereits der Umbau der Schönenwerdkreuzung in Dietikon fiel umfassender und damit teurer aus, als ursprünglich geplant, wie Markus Traber, Chef des kantonalen Amts für Verkehr, auf Anfrage der Limmattaler Zeitung sagte. Daher werde das bewilligte Geld für strassenbauliche Massnahmen rund um das Projekt Limmattalbahn nicht ausreichen. Der regierungsrätliche Antrag für den Zusatzkredit dürfte voraussichtlich im ersten Halbjahr 2020 vorliegen. Dann wird sich klären, wieviel Geld zusätzlich nötig ist.

Konkret steht das Grossprojekt Engstringerkreuzung in Schlieren an. Eine neue Unterquerung der bestehenden Kreuzung im Bereich Bernstrasse/Engstringerstrasse in Ost-West-Richtung soll die Aufnahme des Verkehrs ermöglichen, der sich durch den Bau der Limmattalbahn auf die Bernstrasse verlagert, wie es im Strassenbauprogramm heisst. Der Ausbau der Engstringer Kreuzung werde Investitionskosten von 47 Millionen Franken bewirken. Im Strassenbauprogramm von 2017 war noch von 40 Millionen die Rede. Der Beginn der Bauarbeiten ist auf Ende 2020 vorgesehen.

Einsprachen aus Schlieren sind noch hängig

Das Projekt Engstringerkreuzung ist umstritten: Es gibt Einsprachen sowohl von der Stadt Schlieren als auch von Privaten, wie Schlierens Stadtpräsident Markus Bärtschiger (SP) auf Anfrage sagte. «Wir wollen nicht die gleichen Fehler wie in den 1970er-Jahren machen.» Zwar sei das Ziel, Ortszentren zu entlasten, unbestritten. Doch das Strassenbauwerk solle auch für Schulkinder und Menschen mit Behinderung möglichst gut passierbar werden und keine trennende Wirkung haben.

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