Limmattal
13.30 Uhr heulen die Sirenen: Das müssen Sie über den Test wissen

Heute um 13.30 Uhr erklingen schweizweit die Sirenen. Alles was Sie über den Sirenentest wissen müssen, finden Sie hier.

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13.30 Uhr heulen die Sirenen: Das müssen Sie über den Test wissen. (Symbolbild)

13.30 Uhr heulen die Sirenen: Das müssen Sie über den Test wissen. (Symbolbild)

Keystone

Welche Gefahrentöne gibt es?

Es gibt den Allgemeinen Alarm und den Wasseralarm. Da sich das Limmattal jedoch nicht in der Wasseralarm-Gefahrenzone befindet, wird hier nur der Allgemeine Alarm getestet.

Gefahrenzonen sind Gebiete, welche in zwei Stunden nach einem Totalbruch einer Stauanlage – beispielsweise einer Staumauer – von der Flutwelle erreicht würden.

In solchen Gebieten ist jeweils zuerst der Allgemeine Alarm und erst danach der Wasseralarm hörbar, in dringenden Fällen kann er aber auch zuerst erklingen.

Da es in der Schweiz eine grosse Anzahl von Stauanlagen gibt, ist der Wasseralarm von grosser Bedeutung.

Wie unterscheiden sich diese beiden Gefahrentöne?

Im Unterschied zum Allgemeinen Alarm, ein 1-minütiger, regelmässig auf- und absteigender Ton, der innert fünf Minuten nochmals wiederholt wird, besteht der Wasseralarm aus zwölf 20-sekündigen tiefen Tönen, die im Abstand von zehn Sekunden erklingen.

Wer löst um 13.30 Uhr die Sirenen im Limmattal aus?

Dafür ist die Kantonspolizei Zürich zuständig. Eine Ausnahme stellt die Gemeinde Bergdietikon dar: Für die dortige Sirene verantwortlich ist die Kantonspolizei Aargau.

Um 13.45 Uhr löst der Zivilschutz Dietikon, der von der Polizei per Mobiltelefon informiert wird, den zweiten Alarm aus.

Wie muss man sich verhalten?

Beim Allgemeinen Alarm soll das Radio eingeschalten, sollen die Anweisungen der Behörden befolgt und die Nachbarn informiert werden.

Beim Wasseralarm müssen das gefährdete Gebiet verlassen und die öffentlichen Merkblätter beachtet werden.

Wo stehen die Sirenen im Limmattal?

Fünf der insgesamt neun Sirenen stehen in Dietikon selbst; auf dem Zentralschulhaus, bei der Firma Füglistaller, im Quartier in der Lachen, in der Vogelau und beim Schulhaus Fondli.

Jeweils eine Sirene ist auch in Oetwil sowie in Geroldswil, Bergdietikon und Kindhausen installiert.

Zu den neun Sirenen kommt noch eine mobile hinzu, die aber nur bei Ausfällen oder Umbauarbeiten der oben aufgeführten stationären Anlagen auf dem Autodach montiert werden kann.

Wann fand der letzte Ernstfall im Limmattal statt, bei welchem eine Sirene ausgelöst wurde?

Laut den Dietiker und Schlieremer Zivilschutzkommandanten Daniel Wenger und Urs Kümmerli gab es im Limmattal noch keinen Ernstfall, der die Auslösung der Sirenen rechtfertigte. «Daran mag ich mich nicht erinnern.

Und ich bin schon lange im Zivilschutz tätig», so Kümmerli. «Vielleicht fand ein solcher zuletzt im Zweiten Weltkrieg statt», könnte sich Wenger vorstellen.

Der letzte schweizweite Ernstfall ereignete sich im März 2012 in Wängi TG, als aus einer Metallveredelungsfirma mehrere hundert Liter Salpetersäure ausgetreten waren.

Per Radio wurde die Bevölkerung aufgefordert, die Fenster zu schliessen, um keine ätzenden Dämpfe einzuatmen.

Gab es in den letzten Jahren Pannen beim Sirenentest?

Der letzte Alarm ist 2013 ausgefallen. Auslöser war eine sogenannte Druckluftsirene. Diese Sirenen sind älter und störungsanfälliger als die modernen Modelle, da sich ein Druckluftbehälter mechanisch öffnen muss, damit ihre Sirene erklingt.

Mittlerweile sind sie alle durch neue Sirenen ersetzt worden. Ein Fehlalarm wird jeweils der Polizei gemeldet und ans Radio SRF weitergeleitet, welches die aktuelle Sendung unterbricht und die Bevölkerung über den Fehler informiert.

Inwiefern klingen die neuen Sirenen anders als die alten?

Geübte Ohren können einen Unterschied erkennen: Die neuen Sirenen klingen synthetischer als die alten Modelle, die an eine Hupe erinnern.

Welche Änderungen sind für die Zukunft geplant?

Für Menschen mit beeinträchtigtem Gehör oder in besonders schallisolierten Gebäuden könnte der bisherige Alarm in Zukunft durch eine Alarmierung per SMS oder Social Media ergänzt werden.

Dieses Vorhaben wird von den Schweizer Behörden geprüft. Basel ist der einzige Kanton, der bereits seit 2012 einen SMS-Alarm einsetzt.

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