Bahnhof Glanzenberg

12 Tonnen schwer, 30 Meter lang: Fussgänger können die Gleise nun endlich ohne Umwege queren

Die zwölf Tonnen schwere Fussgängerbrücke hängt am Seil.Tiefbauamt Kanton Zürich

Die zwölf Tonnen schwere Fussgängerbrücke hängt am Seil.Tiefbauamt Kanton Zürich

Fussgängern am Bahnhof Glanzenberg stehen bald zwei neue Brücken zur Verfügung. Die Hilfsbrücke wurde nötig, weil die Schönenwerdbrücke bis Ende Dezember auf vier Spuren ausgebaut wird und während dieser Zeit vollständig gesperrt ist.

Die beiden Rampen links und rechts der Gleise beim Bahnhof Glanzenberg kündigten das nächtliche Ereignis seit Tagen an. In der Nacht auf gestern war es dann soweit: Das Gebiet zwischen Bahnhof und Schönenwerdbrücke war morgens um 2 Uhr hell beleuchtet, damit der Kranführer des Pneukrans die 12 Tonnen schwere und 30 Meter lange Passerelle über den Fahrleitungen platzieren konnte.

Die Arbeiten wurden in der Nacht durchgeführt, weil die Fahrleitungen stromfrei gemacht werden mussten. «Der Einbau verlief reibungslos», sagt Thomas Maag, Sprecher der kantonalen Baudirektion auf Anfrage. Am kommenden Montag, 9. Februar, werde die Hilfsbrücke in Betrieb genommen. Dann dient sie Passanten, die zu Fuss oder mit dem Velo auf der Bernstrasse unterwegs sind.

Die Hilfsbrücke wurde nötig, weil die Schönenwerdbrücke bis Ende Dezember auf vier Spuren ausgebaut wird und während dieser Zeit vollständig gesperrt ist. Dies hätte Fussgängern einen Umweg über den Bahnhof Glanzenberg beschert. Die Arbeiten an der Schönenwerdbrücke sind Teil der flankierenden Massnahmen zum Bau der Limmattalbahn.

Nicht weit von der temporären Passerelle ist zudem eine neue Fussgängerbrücke geplant, wie die Stadt Schlieren gestern mitteilte. Auf der Brücke über den Rietbach, die dem Industriegebiet Meuchwis als Zubringer dient, soll das Trottoir aufgehoben und durch eine neue Fussgängerbrücke ersetzt werden.

Der Stadtrat hat das Projekt der Firma Merbag vergangene Woche genehmigt. Mit der Trennung von Fahr- und Gehverkehr werde Sicherheit und Komfort erhöht, schreibt die Stadt. Das Projekt, das bis spätestens Ende 2019 umgesetzt werden soll, steht im Zusammenhang mit dem Nutzfahrzeugcenter, das die Merbag auf dem Gelände derzeit realisiert. Für die Erstellungskosten wird die Merbag aufkommen.

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