Bisher gab es das noch nicht in der Schweiz: Ein industrielles Hybridkraftwerk, das Strom aus einer Kehrichtverwertungsanlage und Klärgas aus einer einer Abwasserreinigungsanlage in erneuerbares Gas umwandelt – eine sogenannte Power-to-Gas-Anlage (englisch für Strom-zu-Gas-Anlage). In Dietikon bei der Limeco soll ein solches Kraftwerk bald entstehen. Baustart ist im Herbst 2018. In Betrieb gehen soll die Anlage im Sommer 2019.

Das Projekt, über das im April 2017 erstmals informiert wurde, ist nun einen wichtigen Schritt weiter: Wie die Limeco gestern mitteilte, haben nun alle Trägergemeinden der Limeco dem Projekt zugestimmt. Die Power-to-Gas-Anlage wird voraussichtlich rund 10,5 Millionen Franken brutto exklusive Mehrwertsteuer kosten. Die Zustimmung der Trägergemeinden erfolgte bereits per Ende 2017. Die Limeco kommunizierte das Vorliegen aller positiven Entscheide nun gestern, da jetzt auch das Vertragswerk mit den Kooperationspartnern der Limeco unter Dach und Fach ist.

Die Partner der Limeco werden die Biogaszertifikate des durch die Power-to-Gas-Anlage produzierten erneuerbaren Gases abnehmen. Bei den Partnern handelt es sich neben den beiden Gasversorgungen der Stadt Dietikon und der Stadt Schlieren um die Eniwa aus Aarau, die St. Galler Stadtwerke, die Energie Wasser Bern, die Lenzburger SWL Energie AG, die Industriellen Betriebe Interlaken und die Energie Zürichsee Linth AG.

Das Baugesuch hat die Limeco bereits eingereicht und die Bewilligung wird noch diesen Sommer erwartet, wie es gestern von Seiten der Limeco hiess. Die Power-to-Gas-Anlage wird mit einer neuen, bereits bewilligten Gas-Leitung erschlossen. Die Leitung verläuft unter der Limmat hindurch zum rechten Ufer, wo sie an die 5-Bar-Gas-Transport-Leitung der Erdgas Zürich Transport AG angeschlossen wird.

Die Kooperationspartner, die die Limeco für die Power-to-Gas-Anlage gewinnen konnte, werden die Biogaszertifikate mindestens 15 Jahre lang abnehmen, dann ist die neue Anlage wieder amortisiert.

Die Power-to-Gas-Anlage soll einen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 des Bundes leisten. Denn sie ermöglicht es, saubere Energie zu speichern.