Uitikon
1. August-Rede in Uitikon: «Sicherheit baut auf Vetrauen auf»

Der neue Sicherheitsvorsteher hielt vor dem Üdiker-Huus die Rede zum 1. August: «Sicherheit ist ein Zustand und ein Gefühl, das auf menschlichem Vertrauen aufbaut».

Anina Gepp
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Die Harmonie Birmensdorf begleitete die Feier in Uitikon musikalisch
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Patrik Wolf plädierte in Uitikon dafür, die Chancen der Unterschiedlichkeiten der Schweizer Bevölkerung zu nutzen
Passend zur Feier erschienen einige der Gäste in Uitikon in weiss-roter Kleidung
1. August-Rede in Uitikon: «Sicherheit baut auf Vetrauen auf»

Die Harmonie Birmensdorf begleitete die Feier in Uitikon musikalisch

Gep

Der neue Sicherheitsvorsteher Patrik Wolf hielt vor dem Üdiker-Huus die Rede zum 1. August. «Liebe Anwesende, liebe Mitbürger: Wir wollen meist alle das Richtige», sagte er. Dabei schiesse man aber gerne über das Ziel hinaus, womit die Freiheit des Einzelnen immer mehr beschnitten werde. «Damit hat der Staat mehr Kontrollen, mehr Bürokratie und mehr Gerichtsfälle», so Wolf.

Die Reglementierungssucht sei ein ewiges Löcherstopfen: «Es wird ein Flickwerk und bleibt ein Flickwerk. Aber die Selbstverantwortung leidet.» Mit diesem übersteigerten Sicherheitsdenken und dem übereifrigen Kontrolldrang schaffe man sich am Ende viel Arbeit und immer weniger Durchblick. Es könne nicht sein, dass man für jede noch so kleine Sitzung 10 Protokolle schreiben, 20 Mails lesen und 30 Gigabytes Daten abspeichern müsse. Denn Sicherheit sei in erster Linie ein Zustand und ein Gefühl, das auf menschlichem Vertrauen aufbaue.

Wolf erinnerte seine Zuhörer an das Jahr 1291 auf der Rütliwiese: «Stellen Sie sich vor, die drei Männer auf der Rütliwiese hätten nicht damals, sondern heute die Schwurfinger in die Luft gestreckt. Die wären zuerst von Juristen geprüft worden.» Es sei ein Glück, dass man seine Freiheiten in der Schweiz noch habe. «Wir dürfen stolz sein auf unsere Pünktlichkeit, Ordnung und Sauberkeit», sagte Wolf. Ebenfalls lobte er das Zusammenleben: «Wir sollten die Chancen der Unterschiedlichkeiten nutzen. Lassen wir uns von anderen Kulturen wieder beflügeln.» Die Unterschiede gebe es zu respektieren, die Gemeinsamkeiten zu pflegen.