Mario Fehr

Regierungsrats-Wahlkampf ist lanciert

Martin Bäumle verspürt keine Lust auf eine Kandidatur.

Martin Bäumle zieht Kandidatur zurück (Archiv)

Martin Bäumle verspürt keine Lust auf eine Kandidatur.

Martin Bäumle verzichtet auf Kandidatur – SP schickt Mario Fehr und Regine Aeppli ins Rennen.

Jetzt ist die Ausgangslage für die Zürcher Regierungsratswahlen im kommenden Frühling klar: Die SP schickt neben der Bisherigen Regine Aeppli Nationalrat Mario Fehr ins Rennen.

Der Adliswiler soll den Sitz verteidigen, der mit dem Rücktritt von Markus Notter frei wird. Um den Einzug in den Regierungsrat kämpfen zudem der Stadtpräsident von Illnau-Effretikon, Martin Graf (Grüne) sowie die Winterthurer Nationalrätin Maja Ingold (EVP).

Bäumle will nicht

Der Grünliberale Nationalrat Martin Bäumle verzichtet hingegen auf eine Kandidatur, wie die GLP gestern mitteilte. Wieder antreten werden die bisherigen Regierungsräte der Bürgerlichen: Markus Kägi und Ernst Stocker (SVP), Ursula Gut und Thomas Heiniger (FDP) sowie Hans Hollenstein (CVP).

Der Entscheid der SP-Delegiertenversammlung fiel am späten Dienstagabend. Der Antrag der Jungsozialisten und etlicher Verbündeter aus der Mutterpartei, mit drei Kandidaturen eine Wende herbeizuführen, wurde von den Delegierten mit 77 gegen 48 Stimmen verworfen.

Eine dritte Kandidatur sei zwar verlockend, aber es werde schon schwer genug, die zwei Mandate ins Trockene zu bringen, hatte SP-Präsident Stefan Feldmann erklärt.

Kantonsrat Marcel Burlet, der schon vor vier Jahren vergeblich eine Dreiervertretung gefordert hatte, meinte zwar, reine Besitzstandwahrung sei falsch, doch die Mehrheit stimmte mit dem Parteivorstand.

Regine Aeppli musste zittern

Regine Aepplis Nomination war unbestritten, bei der Ausmarchung um den zweiten Sitz zogen die Delegierten Mario Fehr mit 77 Stimmen dem Rümlanger Gemeindepräsidenten und Kantonsrat Thomas Hardegger, auf den 50 Stimmen entfielen, vor. Für Fehr wurde vor allem ins Feld geführt, er sei viel bekannter.

Entgegen dem Antrag des Vorstands entschieden sich die SP-Delegierten dazu, nur mit den Grünen die Zusammenarbeit zu suchen, die mit Martin Graf antreten, nicht aber mit der EVP, die Nationalrätin Maja Ingold portiert.

er Vorstand war davon ausgegangen, mit einem Viererticket sei die Möglichkeit gegeben, die gegenwärtige bürgerliche Mehrheit in der Exekutive zu brechen. Den SP-Delegierten erschien die EVP aber gerade in gesellschaftlichen Fragen als zu konservativ.

Nationalrat Martin Bäumle wird, wie die Grünliberalen gestern nach ihrer Vorstandssitzung mitteilen, nicht für den Regierungsrat kandidieren. Zum einen werde die Ausgangslage zur Eroberung eines Sitzes als ungünstig angesehen, zum andern wolle er die Arbeit als nationaler Parteipräsident fortsetzen. Definitiv über eine Kandidatur entscheiden will die GLP im November.

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