Zürich

Regierungsrat hält 36 Wochen Elternzeit für «nicht vertretbar» – und will keinen Gegenvorschlag

Der Zürcher Regierungsrat hält von 36 Wochen Elternzeit nichts. Das sei nicht vertretbar, vor allem aus wirtschaftlichen Gründen. (Symbolbild)

Der Zürcher Regierungsrat hält von 36 Wochen Elternzeit nichts. Das sei nicht vertretbar, vor allem aus wirtschaftlichen Gründen. (Symbolbild)

Der Zürcher Regierungsrat lehnt die SP-Initiative für eine Elternzeit ab. Je 18 Wochen Elternzeit für beide Elternteile, also insgesamt 36 Wochen, gehe zu weit.

Eine derartige zeitliche Ausdehnung des Urlaubs nach der Geburt eines Kindes sei aus wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Gründen «nicht vertretbar», schreibt er in einer Mitteilung vom Donnerstag. Diese Forderung gehe sehr weit, auch verglichen mit den Vorschlägen für einen Vaterschafts- und Adoptionsurlaub, die auf Bundesebene diskutiert würden.

Er lehnt die SP-Initiative deshalb ab. Einen Gegenvorschlag dazu will er nicht ausarbeiten. Die Vorlage kommt nun in den Kantonsrat, der ebenfalls seine Empfehlung abgeben wird. Das letzte Wort hat dann aber das Zürcher Stimmvolk.

Finanzieren will die SP Zürich die zweimal 18 Wochen Elternzeit über zusätzliche Abgaben von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Laut SP ist die Länge der Elternzeit im internationalen Vergleich «sehr moderat». Die Hälfte der OECD Länder würden einen Elternurlaub von mindestens 43 Wochen gewähren.

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