Derzeit macht auf Facebook ein Bild einer Stadtzürcher Schulklasse die Runde. Sämtliche Kinder sind mit vollem Namen angeschrieben und klar erkennbar. Das Foto zeigt einen Teil eines schulinternen Dokuments. Diverse Nutzer spotten, dass es unter den 18 Schülerinnen und Schülern nur einen Jungen mit richtigem Schweizer Namen und Aussehen gebe, wie "20 Minuten" berichtet.

Eine empörte Leserin meldete sich daraufhin bei der Pendlerzeitung. Sie seit entsetzt, dass unschuldige Kinder für rechte Ansichten und Kommentare an der rassistischen Grenze hinhalten müssten. Ausserdem hoffe sie, dass es eine Möglichkeit gebe, rechtlich gegen die Verantwortlichen vorzugehen.

Schuldepartement prüft rechtliche Schritte

Beim Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich weiss man von den Aktivitäten auf Facebook und zeigt sich betroffen. Die Kinder hätten einen Anspruch auf Privatsphäre und auf den gesetzlich vorgesehenen Persönlichkeitsschutz, sagt Kommunikationsleiter Marc Caprez. Man prüfe rechtliche Schritte.

Auch Rafael Rotzer von der rechtsextremen Pnos-Partei hat das Bild auf Facebook gepostet. Man habe ihn aufgefordert, den Post innert eines Tages zu löschen, Caprez. Dieser Forderung ging Rotzer nach und schreibt auf Facebook: "Es war nicht meine Absicht, die Kinder auf dem Bild zu diskriminieren, sondern aufzuzeigen, wie es an Schulen in unserem Land aussieht." Pnos-Sprecher Dominic Lüthard stimmt ihm zu. Man wolle mit dem Post einfach grundsätzlich die Entwicklung der Gesellschaft aufzeigen und hinterfragen. "Es heisst ja nicht, dass alle kriminell sind."