Dietikon
Premiere im Gleis 21: Das erwartet die Besucher des 29. Theatertages

Der 29. Theatertag des Vereins Theater Dietikon findet erstmals im Gleis 21 statt. Die Veranstalter setzen auf ein kindgerechtes Programm.

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Der Theatermacher Jörg Bohn wird «Bruno Hasenkind» zeigen.
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Der Zauberer Alex Porter hat viele Fans in Dietikon.
Vorschau Theatertag des Vereins Theater Dietikon im Gleis 21

Der Theatermacher Jörg Bohn wird «Bruno Hasenkind» zeigen.

Zur Verfügung gestellt

Es ist ein Tag ganz im Zeichen der Kleinkunst: Der Verein Theater Dietikon organisiert diesen Samstag seinen 29. Theatertag. Erstmals findet er im Kulturzentrum Gleis 21 statt. Der Anlass, der im letzten Jahr in das Stadtfest eingebunden war, wurde davor bis auf wenige Ausnahmen jeweils vor dem Stadthaus sowie in dessen Gemeinderatssaal abgehalten.

Es ist also eine Premiere für das Bühnenspektakel. «Verschiedene Gründe trugen dazu bei, dass wir dieses Jahr im Gleis 21 sind», sagt die Vereinspräsidentin Simone Neff. Darunter auch der Fakt, dass immer mehr Künstlerinnen und Künstler ungern auf einer Aussenbühne auftreten wollen. «Die Einladung des Kulturhauses war deshalb willkommen, weswegen wir nun gespannt sind, wie der Theatertag am neuen Ort ankommt», so Neff. Zumal der Raum im Gleis 21 maximal 150 Leute fassen kann, deutlich weniger als auf dem Platz vor dem Stadthaus oder in dessen Saal.

Ein Anlass für die ganze Familie

Das Zielpublikum des Theatertags sind in erster Linie kulturinteressierte Familien. «Es ist uns sehr wichtig, ein kindgerechtes Programm anzubieten, das auch Erwachsene anspricht», sagt Neff.

Die Auftritte, die um 14 Uhr beginnen und bis 22 Uhr dauern, starten mit einer Darbietung der Theateria Dietikon, die in deren Kinder- und Jugendtheater-Kurs erarbeitet wurde. Heidi Christen und Stefan Baier veranstalten diesen jeweils in der letzten Sommerferienwoche. Ihnen folgt Jörg Bohn, der mit «Bruno Hasenkind» ein junges Publikum zu begeistern weiss. Der Zauberer Alex Porter, der bereits im ausverkauften Dietiker Stadtkeller für das Theater Dietikon auftrat, wird seine zahlreichen Fans erneut zum Staunen bringen.

«Es ist uns sehr wichtig, ein kindgerechtes Programm anzubieten.» Simone Neff, Präsidentin Theater Dietikon

«Es ist uns sehr wichtig, ein kindgerechtes Programm anzubieten.» Simone Neff, Präsidentin Theater Dietikon

Claudio Thoma

In den Abend führt die A-cappella-Gruppe «Urstimmen», die mit Gesang und Schauspiel punktet, bis das Comedy-Duo «Pasta del Amore», getragen von der Kulturkommission Dietikon, den Tag beschliesst.

Die Freilichtbühne darf nicht fehlen

Der Verein lässt es sich zudem nicht nehmen, eine kleine Bühne im Freien bei der Festwirtschaft aufzustellen. Dort unterhält das Frauenquartett «Peter Pana» mit flotter Musik, die «Putzfrau Luise» wird mit ihrem gelben Wagen ebenfalls haltmachen und zwei Clowninnen sorgen immer wieder für Spiel und Spass.

«Damit der Theatertag reibungslos über die Bühne geht, stehen rund 25 Personen im Einsatz», sagt Neff und meint damit ihren Vorstand, jenen vom Gleis 21 und weitere Freiwillige. Unterstützen können Besucher den Theatertag mit einem Theaterbändeli für 15 Franken.

Das Theater Dietikon bietet in der ersten Saisonhälfte ein buntes Programm

Der Theatertag im Kulturhaus Gleis 21 läutet die neue Saison des Vereins Theater Dietikon ein. Bis Dezember sind fünf Abende geplant, die im Stadtkeller, im Gleis 21 und im Ortsmuseum stattfinden. Den Auftakt macht Vanessa Maurischat am 13. September im Stadtkeller. Die Liedermacherin und Kabarettistin überzeugte den Verein an der Künstlerbörse in Thun. In ihrem Programm «Amor & Psycho» begibt sich die Berlinerin musizierend auf den schmalen Grat zwischen Liebe und Wahnsinn.

Die allerneusten Erfindungen wird am 4. Oktober Stefan Heuss mit «Die grössten Schweizer Patente» gemeinsam mit dem Multi-Instrumentalisten Dide Marfurt im Gleis 21 vorstellen. Ob der einstige Stammgast bei «Giacobbo/Müller» seinen «Robifrost» mitbringt, wird sich zeigen.

Am 20. Oktober wird Helene Arnet für «Öises Dietike» im Ortsmuseum mit einem noch zu bestimmenden Gast über dessen Leben sprechen. Musikalisch umrahmt wird der Anlass durch das Trio Trello. Hansheinrich Bachofen, Mitglied der Kommission für Heimatkunde, erzählt weiter die Geschichte eines Exponats des Ortsmuseums.

«Ein Kuss» soll am 9. November den Stadtkeller für sich einnehmen: Der Schauspieler Marco Michel wird das Einmannstück über den schweizerisch-italienischen Maler Antonio Ligabue, geschrieben und inszeniert vom italienischen Autor und Regisseur Mario Perrotta, zum Besten geben. Ein von der Kritik gefeierter Solo-Abend.

Die letzte Veranstaltung des Jahres gehört traditionsgemäss der Theateria aus Dietikon: Am 6. Dezember präsentieren Heidi Christen, Stefan Baier und Andreas Wilhelm die Premiere von «Tabula Rasa» im Stadtkeller. (ddi)