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Poesie und Petra Stierli sind auf dem Weg zum Limmattaler Traumpaar

Nach dem Sieg 2012 an den Vereinsmeisterschaften des Kavallerieverein Limmattal reichte es am diesjährigen Frühlingsspringen für die Urdorferin Petra Stierli in der ersten Prüfung mit Stufen immerhin auf den zweiten Rang.

Geschlagen geben musste sich die 20-Jährige einzig von Moni Stapfer, welche auch die zweite Prüfung für sich entscheiden konnte. Mit diesem Resultat zeigte sich die Urdorferin zufrieden: «Das Ziel war eine Runde ohne Fehler. Das hat hervorragend geklappt, deshalb bin ich sehr glücklich mit unserer Performance.»

Zweite Prüfung missraten

In Anbetracht, dass Stierli erst ein halbes Jahr mit ihrer Stute Poesie reitet, ist diese Leistung umso bemerkenswerter. «Sie gibt immer 100 Prozent und wir harmonieren schon sehr gut zusammen», zeigt sich die Limmattalerin begeistert von ihrer neuen Partnerin.

Dass aber nicht alles zu Beginn gleich funktioniert, zeigte die zweite Prüfung, wo sich das noch junge Paar nach zwölf Fehlerpunkten im zweiten Stechen mit Platz sieben begnügen musste. «An der Abstimmung und an der Dressur müssen wir noch etwas arbeiten. Dazu sollte Poesie noch etwas gelassener werden. Aber das kommt mit dem Alter», so die Fluglotsin über die anstehende Arbeit mit ihrer fünfjährigen Stute.

Langsam angehen

Für diese Optimierungen lässt sich Stierli die nötige Zeit. Das Ziel der Urdorferin ist zwar, die Lizenz zu erwerben, damit die ganz hohen Hürden genommen werden dürfen. Dies jedoch erst in anderthalb Jahren. «Dieses Jahr wäre noch etwas zu früh», zeigt sich Stierli geduldig.

Trotzdem wird auf dieses Ziel herangearbeitet, deshalb trainiert das Duo auch in der eigentlich übungsfreien Zeit. Besonderes Augenmerk wird auf Dressur und Gymnastik gelegt. Die Hürden bleiben noch verhältnismässig tief, so soll Poesie zur notwendigen Gelassenheit gelangen.

Die Suche nach der Harmonie

2007 ist Stierli dem KV Limmattal beigetreten, seit drei Jahren ist sie zudem im Vorstand des heuer 100 Jahre alt gewordenen Vereins. Stierli ist Mitglied der Übungsleitung, wo sie sich besonders in der Administration aktiv einbringt und die Berichte für das Vereinsmagazin koordiniert.

Die grosse Leidenschaft liegt bei Stierli aber in der Arbeit mit den Pferden. «Wenn man ein Pferd für sich gewonnen hat, dann fasziniert mich, was man aus diesen Tieren rausholen kann, wie Pferde dem Reiter versuchen zu helfen, den Parcours zu bewältigen», sagt die Urdorferin, und schiebt sogleich nach: «Man merkt bei Springen schnell, ob es zwischen Pferd und Reiter stimmt.»

Erfolgsrezepte gibt es gemäss Stierli viele: «Nicht bei allen Pferden kann man davon ausgehen, dass man ihr Herz mit Streicheleinheiten erobert. Poesie ist aber sehr verschmust und mag es, wenn wir auch einfach mal nebeneinander spazieren.»

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