Das zeige eine neue Energiebilanz, die in den Teilbereichen Wärme-, Strom- und Treibstoffverbrauch für den Zeitraum 2015 bis 2045 erstellt wurde, wie Dietikon am Mittwoch mitteilte.

So wird beispielsweise beim Wärmeverbrauch pro Kopf eine Senkung gegenüber heute um 40 Prozent auf 7 MWH pro Jahr und Einwohner bis ins Jahr 2045 angestrebt. Dieser Zielwert kann dank energieeffizienten Neu- und Umbauten "voraussichtlich erreicht werden".

Beim Stromverbrauch pro Kopf - dieser soll bis 2045 nicht zunehmen - werden die Zielwerte hingegen "geringfügig überschritten". Dietikon führt dies auf den erwarteten Zuwachs an Arbeitsplätzen und die Elektrifizierung von verschiedenen Tätigkeiten zurück.

Ob es beim fossilen Treibstoffverbrauch, der bis 2045 um 60 Prozent reduziert werden soll, klappt, ist offen. Denn hier sei man stark von technischen Entwicklungen im Autobau abhängig - dieser Parameter könne von Dietikon nicht beeinflusst werden.

Bei gleichbleibender Entwicklung rechnet man allerdings damit, dass der Treibstoffverbrauch pro Fahrzeugkilometer bis 2025 um 35 Prozent und bis 2045 um 50 Prozent zurückgeht.

Fernwärmegebiet ausbauen

Weiter soll der Anteil der erneuerbaren Energien respektive Abwärmenutzung von heute 10 auf 75 Prozent gesteigert werden. Damit dieses Ziel erreicht wird, ist der in der revidierten Energieplanung vorgesehene Ausbau des Fernwärmegebiets oder eine Nutzung ökologisch gleichwertiger Energieträger erforderlich, wie es weiter heisst.

So sieht die neue Planung beispielsweise vor, das KVA-Fernwärmegebiet im Stadtgebiet mit mindestens 80 Prozent Abwärme aus der Kehrrichtverbrennungsanlage zu vergrössern.

Der Ausbau bis ins Gebiet Fondli hat bereits begonnen. Nun sollen entlang der Fernwärmeleitung auch die drei zusätzlichen Gebiete Schuelguet, Altberg, Lagerstrasse und später das Entwicklungsgebiet Niderfeld erschlossen werden.

Die Energieplanung der Stadt Dietikon stammt aus dem Jahr 2003 und wurde in mehreren Schritten überarbeitet. Sie orientiert sich an den langfristigen Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft. Sie ist für den Stadtrat, die Verwaltung und die städtischen Energieversorger sowie bei Sondernutzungsplanungen verbindlich einzuhalten.