Schlieren
Padel-Center Schlieren hat den Lockdown überstanden: Der Sport hat noch die Chance, zu boomen

Anfangs Lockdown musste das Padel-Center Schlieren um seine Existenz bangen. Nun läuft es gut in der im März eröffneten Sportanlage.

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Update Padel Center Schlieren

Update Padel Center Schlieren

Limmattaler Zeitung

An den Abenden und Wochenenden sei das Padel-Center in Schlieren ziemlich gut ausgelastet. Auch während der Sommerferien sei es gut besucht gewesen, sagt Center-Manager Reto Scartazzini. Da nun viele Leute aus den Ferien zurück seien und das Wetter schlechter werde, nehme die Auslastung während des Tages ebenfalls zu.

«Wir erhalten von unseren Besuchern sehr positive Rückmeldungen, vor allem zu unseren gepflegten Plätzen und unserer Lounge, der Bar und dem Bistro», sagt Scartazzini. «Sie schätzen auch, dass rund um die Uhr gespielt werden kann. Unsere Mitarbeiter kennen sich zudem alle bestens mit Padel aus.» Die weltweit wachsende Trendsportart – eine Mischung aus Tennis und Squash mit Netz in der Mitte und Wänden, die mit ins Spiel einbezogen werden – scheint sich auch in der Schweiz mehr und mehr zu etablieren.

Dabei verlief der Start alles andere als rund: Nur gut eine Woche nach der Eröffnung musste das erste Schweizer Padel-Center (die «Limmattaler Zeitung» berichtete) wegen Corona schon wieder schliessen. Vom 17. März bis zum 11. Mai blieben die Türen zu. «Da wir zunächst nicht wussten, wie lange der Lockdown dauert, hatten wir natürlich schon Angst um die Existenz des Centers», sagt Center-Manager Reto Scartazzini. So konnte die Anlage im ersten halben Jahr nur während vier Monaten wirtschaften. «Das merken wir schon», sagt Scartazzini. «Da wir finanziell solid aufgestellt sind, konnten wir diesen Schlag aber wegstecken.»

Gästeschläger werden regelmässig desinfiziert

Zwischen dem 11. Mai und dem 8. Juni konnten die Trainings wieder stattfinden und auch die Bar sowie der Shop waren geöffnet. Matches waren jedoch nicht erlaubt, Duschen und Garderoben blieben geschlossen. «Da Padel ein Sport ohne Körperkontakt ist und der Mindestabstand leicht eingehalten werden kann, waren wir aber zuversichtlich, dass wir zu den ersten gehören, die wieder vollständig aufmachen können», sagt Scartazzini. Am 8. Juni war es dann soweit. Seither erinnern in der Sportanlage vor allem die überall bereitstehenden Händedesinfektionsmittel an die aussergewöhnliche Lage. Auch die Gästerackets werden regelmässig desinfiziert, sagt Scartazzini. «Zudem appellieren wir an den gesunden Menschenverstand unserer Gäste, die Corona-Schutzmassnahmen einzuhalten.»

Scartazzini rechnet damit, dass sich das ursprünglich 1969 in Mexiko erfundene Padel in den nächsten zwei Jahren auch hierzulande zu einem Breitensport entwickelt. Während der deutschsprachige Raum Europas noch etwas hinterherhinke in der Entwicklung, sei Padel etwa in Spanien längst zum Nationalsport aufgestiegen. «Wir hoffen, dass die Anlage im Winter auch unter der Woche ganztägig ausgelastet ist und wir der Padelhotspot im Limmattal und in Zürich bleiben», sagt Scartazzini.