Uitikon
Opposition gegen Informatiker: Gemeindeversammlung stimmt über IT-Fachmann ab

Am 28. November findet in Uitikon die Gemeindeversammlung statt. Neben dem Steuerfuss wird vor allem die Erhöhung des Stellenplans zum Thema. Die Position eines Gemeindeinformatikers ist dabei umstritten.

Alex Rudolf
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Die SVP ist für die Schaffung einer Informatikerstelle, die FDP dagegen. Entscheiden wird schlussendlich die Versammlung. (Symbolbild)

Die SVP ist für die Schaffung einer Informatikerstelle, die FDP dagegen. Entscheiden wird schlussendlich die Versammlung. (Symbolbild)

hanspeter baertschi

Das Wachstum der Gemeinde Uitikon wird an der Gemeindeversammlung vom 28. November zum Thema. Diesmal jedoch nicht in Form eines Bau- oder Planungskredits – es geht um die Erweiterung der Verwaltung. Namentlich beantragt der Gemeinderat eine Erhöhung des Stellenplans von aktuell 3070 Stellenprozenten um 360 auf 3430.

Die Exekutive schreibt in der Weisung, dass die letztmalige Anpassung des Stellenplans im Jahr 2010 vollzogen wurde. Bis 2021 – das Ende der Finanzplanperiode – rechnet man mit einem Bevölkerungswachstum um knapp 24 Prozent – oder von 3800 auf 4700 Einwohner. «Die Einwohnerzahl ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Bestimmung der Arbeitslast für die administrative Gemeindeverwaltung und die Werkbetriebe», heisst es in der Weisung. Bereits heute übersteigt der eigentliche Stellenplan den 2010 bewilligten.

Informatiker für Schule und Gemeinde

Von den zusätzlich beantragten 360 Stellenprozenten sind 80 bereits verplant. So wollen sich Schule und politische Gemeinde einen zu 80 Prozent angestellten Informatiker teilen. Dafür rechnet man mit Kosten von 118 000 Franken. «Um eine gut funktionierende IT-Umgebung gewährleisten zu können, ist die Gemeinde derzeit auf kostenintensive, externe Berater angewiesen», so der Gemeinderat.

Wie viel Geld mit dem neuen IT-Fachmann eingespart werden könnte, lasse sich derweil nicht beziffern, da sich die Ausgaben von Jahr zu Jahr unterscheiden können. Die Rechnungsprüfungskommission und die SVP sind für, die FDP gegen die Schaffung der Stelle. «Ein Gemeindeinformatiker wird in der vorgesehenen Form als nicht zweckmässig beurteilt. Eine externe Lösung wird vorgezogen», heisst es in einer Mitteilung.

Auch befindet die Gemeindeversammlung über den Voranschlag und den Steuerfuss 2018. Bei einem Aufwand von 33,5 Millionen Franken geht der Gemeinderat von einer schwarzen Null aus. Ende 2018 wird das Eigenkapital Uitikons auf knapp 30 Millionen Franken angewachsen sein. Der Steuerfuss soll bei 40 Prozent belassen werden. Auch die Schule will ihren Steuerfuss bei 43 Prozent belassen, was einen unverändert tiefen Gesamtsteuerfuss von 83 Prozent ergibt. (aru)