Die Saison hatte grandios für die SG Dietikon-Urdorf begonnen, die Mannschaft der Routiniers beim Handballclub Dietikon-Urdorf. Sieben Siege in Folge konnten die Limmattaler im vergangenen Jahr in der 2. Liga einfahren, danach folgten zwar drei Niederlagen, aber die Bilanz war mit neun Siegen in zwölf Spielen zum Jahresende immer noch hervorragend.

Allerdings war ein möglicher Aufstieg, den ein Team nur über die Entscheidungsspiele erreichen kann, schon damals kein Thema. «Ich glaube, das käme für den Verein noch zu früh», sagte der Teamverantwortliche Markus Blättler damals. «Zudem müssten wir deutlich mehr trainieren als jetzt. Und viele von uns haben auch Familie. Da hat man deutlich weniger Zeit. Und genau das ist eben der Vorteil in der 2. Liga: Wir können mitspielen, ohne viel trainieren zu müssen.»

Dennoch verzichteten die Limmattaler vorerst nicht auf die Option 1. Liga. Doch in diesem Jahr lief es im Gegensatz zur ersten Saisonhälfte bisher nicht wie gewünscht für die Routiniers des HC Dietikon-Urdorf: Seit Januar haben sie von sieben Spielen nur drei gewinnen können, vier Partien gingen verloren. Damit rutschten die Limmattaler vom zweiten Rang, den sie Ende des letzten Jahres innehatten, auf den vierten Platz ab. Der Rückstand auf Tabellenführer Küsnacht ist damit auf 14 Zähler angewachsen. Der dritte Rang wäre für die Limmattaler bei nur einem Punkt Rückstand allerdings in Reichweite. Und diesen müssten sie mindestens erreichen, um am Ende an den Entscheidungsspielen um den Aufstieg teilnehmen zu können.

Interessanterweise verzichten aber nicht nur die Limmattaler. Auch Leader Küsnacht, das 19 Spiele in Serie gewonnen hat, will nicht in die 1. Liga aufsteigen, ebenso der Tabellendritte Wetzikon. Für Wüthrich wenig überraschend; «Bei Küsnacht spielen viele ehemalige Spitzenhandballer, die einfach noch diese Sportart ausüben möchten – ähnlich wie unsere Routiniers. In der 1. Liga müssten sie dann schon mehr Zeit investieren.» Einzig Unterstrass hat von den besten vier Mannschaften erklärt, an den Entscheidungsspielen teilnehmen zu wollen.

Für den HC Dietikon-Urdorf hingegen liegt der Fokus mehr auf den Jungen. «Wir wollen unseren Weg nachhaltig gehen», so Wüthrich. Sprich: Die Rookies des HC Dietikon-Urdorf, die in der 3. Liga spielen, sollen langsam an die oberen Ligen herangeführt werden. Die Nachwuchsspieler stehen momentan auf dem ersten Rang in ihrer Gruppe und haben somit intakte Chancen, sich für die Entscheidungsspiele zu qualifizieren. «Die Rookies dürfen, ja sollen aufsteigen», so Wüthrich. «Dann hätten wir im nächsten Jahr wieder zwei Teams in der 2. Liga.»

Noch drei Spiele

Während die Rookies also noch um den Aufstieg mitspielen, gilt es für die Routiniers vor allem drum, die Saison gut abzuschliessen. Drei Spiele stehen den Handballern noch bevor. Am Samstag, 30. März, treffen sie um 13.45 Uhr in der Zentrumshalle Urdorf auf Meilen. Es ist das vorletzte Heimspiel der Saison.