Zürich
Noch weniger Professorinnen: Ihr Anteil an der Universität schrumpft auf 23,8 Prozent

Die Universität Zürich hat ihren Jahresbericht vorgelegt. Der rückläufige Frauenanteil und andere Zahlen überraschen.

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An der Universität Zürich sinkt der Frauenanteil unter den Professuren. (Archivbild)

An der Universität Zürich sinkt der Frauenanteil unter den Professuren. (Archivbild)

Keystone/Christian Beutler

Obwohl Frauen die Mehrheit der Studierenden ausmachen, belegen Frauen lediglich 23,8 Prozent der Professuren an der Universität Zürich (UZH). Im Vorjahr waren es noch 24,3 Prozent. Es gibt grosse Unterschiede zwischen den Fakultäten: Während bei der Philosophischen Fakultät ein Frauenanteil von 38,4 Prozent besteht, beträgt er bei der medizinischen Fakultät lediglich 14,1 Prozent.

Vizedirektorin Gabriele Siegert – sie ist auch zuständig für die Gleichstellung – erklärt gegenüber dem SRF Regionaljournal Zürich/Schaffhausen, dass man in einer wissenschaftlichen Karriere an einem bestimmten Punkt mobil sein muss. Das ist allerdings oft auch etwa der Zeitpunkt, an dem Familiengründungen anstehen und Frauen daher weniger mobil sind. Siegert unterstreicht, dass bei wissenschaftlichen Konferenzen Kinder eigentlich mitgedacht werden müssen, beispielsweise indem man auch Kinderbetreuungen anbietet.

Die von den UZH veröffentlichten Zahlen bergen weitere Überraschungen. Nach der Schweiz, Deutschland und Italien ist China das Land, aus dem am meisten Studierende stammen, nämlich 344. Der Jahresbericht zeigt des Weiteren auch, dass die Theologische Fakultät die einzige ist, die schrumpft: Von 2018 auf 2019 ist die Zahl der Studierenden von 350 auf 342 gesunken.