Oberengstringen

Noch erfüllt der digitale Dorfplatz in Oberengstringen seine Hoffnungen nicht

Bisher nutzen ungefähr 300 Personen den digitalen Dorfplatz Oberengstringen. Dies ist erst rund ein Drittel der erhofften Besucherzahl bis Ende Jahr.

Bisher nutzen ungefähr 300 Personen den digitalen Dorfplatz Oberengstringen. Dies ist erst rund ein Drittel der erhofften Besucherzahl bis Ende Jahr.

Letztes Jahr stellte die Gemeinde Oberengstringen einen digitalen Dorfplatz vor. Zurzeit nutzen erst zirka 300 Einwohner das Angebot. Die erhoffte Nutzerzahl ist damit aber noch nicht erreicht.

Anfang März vor einem Jahr stellte die Gemeinde Oberengstringen ihren digitalen Dorfplatz auf der Plattform Crossiety vor. Mit dem Angebot sollte eine einfache und sichere Möglichkeit für den digitalen Austausch der Einwohner untereinander sowie mit der Gemeindeverwaltung geschaffen werden. Bis Ende dieses Jahres will die Gemeinde die Zahl von 1000 Usern erreichen. Aktuell nutzen zirka 300 Oberengstringerinnen und Oberengstringer den digitalen Dorfplatz.

Wer sich auf der Plattform mit Angabe von Namen, E-Mail, Handynummer und der Wohngemeinde anmeldet, erhält Zugriff auf den digitalen Dorfplatz. Dort posten die Gemeinde und die Einwohner von Oberengstringen Beiträge mit Veranstaltungsdaten, wichtigen Informationen und weiteren Inhalten. Auch Vereine und die Bibliothek verbreiten auf diesem Kanal Informationen.

Die Handynummer ist zur Registrierung nötig

Der Gemeindeschreiber von Oberengstringen Matthias Ebnöther sieht bei Crossiety einige Vorteile gegenüber anderen sozialen Netzwerken wie beispielsweise Facebook: «Die Userinnen und User aus Oberengstringen und der Umgebung sind ‹real› und die richtigen Adressatinnen und Adressaten.» Denn indem man bei der Registrierung für den digitalen Dorfplatz seine Handynummer angeben muss, wird die Echtheit der Person sichergestellt. Mit diesem Registrierungsschritt hätten jedoch viele Personen Mühe. «Diese Daten werden aber lediglich zur Prüfung der Echtheit einer Registrierung verwendet und nicht weitergegeben», sagt Ebnöther.

Ein weiterer Vorteil sei, dass die Verwaltung auf Crossiety in einer etwas anderen Form auftreten könne: «Weg vom Formalismus, hin zu einer etwas leserfreundlicheren Art.» So wandte sich der Gemeindeschreiber während des Lockdown in einem Beitrag an die Bevölkerung, in dem er sie dazu aufruft das lokale Gewerbe in dieser Lage zu unterstützen. Vier User reagierten mit einem Like auf den Post.

«Gerade während der vergangenen Krisenzeit sah das Kommunikationskonzept vor, breitflächig wichtige Informationen zu verbreiten», sagt der Gemeindeschreiber. Nebst regelmässigen Flugblättern, welche in sämtliche Haushalte verteilt worden seien, habe die Gemeinde auch via Crossiety auf wichtige Informationen hinweisen können. Gemäss Ebnöther hat die Bevölkerung den digitalen Dorfplatz während der Coronakrise wesentlich mehr benutzt. Viele User hätten Hilfe angeboten oder die Informationen der Gemeinde gelesen.

Rückmeldungen auf das Angebot fallen positiv aus

Das Feedback auf den digitalen Dorfplatz aus der Bevölkerung sei positiv. «Gerade unsere ‹Silver-Userinnen und -User›, die Seniorinnen und Senioren, schätzen das Angebot. Auf Crossiety ist man unter sich», sagt Ebnöther.

Mit verschieden Aktionen wird immer wieder auf den digitalen Dorfplatz aufmerksam gemacht. Die Gemeinde wies auf ihrer Website Ende Mai auf ein Youtubevideo hin, das Crossiety und seine Funktionen erklärt. Man wolle möglichst viele Einwohner auf den digitalen Dorfplatz lotsen. Sollten die Zahlen auf dem aktuellen Niveau stagnieren, wäre auch eine Einstellung des Angebots denkbar. «Das wäre jedoch äusserst bedauerlich», sagt Ebnöther.

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