Spital Limmattal

Neues Pflegezentrum: Gemeinden profitieren von tiefen Zinsen

Das neue Pflegezentrum Spital Limmattal (Gebäude hinten links) soll 2023 in Betrieb genommen werden.

Das Neubauprojekt kann zu besseren Konditionen finanziert werden als prognostiziert.

Beim Neubauprojekt für das Pflegezentrum beim Spital Limmattal geht es terminlich planmässig voran. Kommt nichts dazwischen, kann es im ersten Quartal 2023 seinen Betrieb aufnehmen. Bereits Anfang des nächsten Jahres soll der Baustart erfolgen. Dies, nachdem die Stimmberechtigten des Spitalverbands Limmattal letzten November deutlich Ja sagten zum Neubauprojekt und mittlerweile der Totalunternehmervertrag unterzeichnet und die Baueingabe bei der Gemeinde Schlieren eingereicht werden konnten.

Kosten wird der Neubau 65 Millionen Franken. Davon hat sich der Spitalverband inzwischen 57 Millionen Franken auf dem Kapitalmarkt beschafft. Und dies zu äusserst günstigen Konditionen, wie er in einer Mitteilung schreibt. «Einmal mehr ist es dem Spitalverband gelungen, für seine Trägergemeinden wesentlich bessere Modalitäten zu fixieren als ursprünglich prognostiziert», heisst es dort. Die Finanzierung von 57 Millionen Franken habe zu einem tiefen Zinssatz von 0,366 Prozent abgeschlossen werden können. Aus einer breit vorgenommenen Ausschreibung habe sich die Offerte einer Schweizer Bank mit den besten Konditionen und einer Darlehenslaufzeit von acht Jahren durchgesetzt, so der Spitalverband.

Im vor rund zwei Jahren erstellten Businessplan für den Neubau des Pflegezentrums war noch mit einem Darlehenszins von 2 Prozent kalkuliert worden. «Aufgrund des nun deutlich tieferen Zinssatzes reduziert sich die Zinsbelastung des neuen Pflegezentrums erheblich. Daraus resultiert nicht nur für die Verbandsgemeinden eine Zinsminderbelastung von rund 7,5 Millionen Franken während der gesamten Laufzeit, entsprechend verbessert sich auch die Betriebsrechnung des künftigen Pflegezentrums Spital Limmattal», schreibt der Spitalverband.

150 Betten sind vorgesehen

Das neue Pflegezentrum wird dort zu stehen kommen, wo sich heute noch das alte Spitalhochhaus befindet. Ein Neubau ist angezeigt, weil das aus dem Jahr 1987 stammende Gebäude baulich nicht mehr im besten Zustand ist, wie eine 2012 durchgeführte Zustandsanalyse gezeigt hat.

Im neuen Pflegzentrum sind 150 Betten vorgesehen. Das sind 24 mehr als heute. Allerdings werden diese von der Stadt Schlieren als Kompensation von Bettenplätzen im Pflegezentrum Sandbühl, das voraussichtlich 2023 geschlossen wird, bestellt und finanziell abgegolten. Neu ist, dass es künftig keine Viererzimmer mehr geben wird. Beim Grossteil der Zimmer, nämlich 82, handelt es sich um Einzelzimmer. Der Rest, also 34, sind Zweierzimmer. Alle werden über eine eigene Nasszelle verfügen.

Aufgeteilt ist der fünfgeschossige Neubau in zwei Demenzabteilungen im Parterre sowie im ersten Obergeschoss und drei Langzeitpflegestationen inklusive Palliativbetten. Im fünften Obergeschoss ist in Kooperation mit der Reha Clinic AG eine Rehabilitationsstation mit 48 Betten geplant. Im Erdgeschoss befindet sich zudem das Tageszentrum, das weiterhin rund 45 verschiedenen Klienten pro Monat eine individuelle Tagesbetreuung bieten wird. Auch Hospizbetten soll es weiterhin geben. Geplant ist überdies, dass in der Demenzabteilung, die über einen eigenen Garten verfügen wird, die Anzahl Plätze auf 44 verdoppelt wird. Auf jeder Abteilung sind Aufenthaltsräume vorgesehen. Anders als im Spital werden im neuen Pflegezentrum die Innenhöfe begehbar sein.

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