Birmensdorf
Neues Alterszentrum ist ein «Meilenstein in der Dorfgeschichte»

Mit einem Tag der offenen Tür wurde in Birmensdorf das Alterszentrum am Bach eröffnet. Gemeindepräsident Werner Steiner zeigte sich stolz: Viel Herzblut sei in die Verwirklichung des Hauses gesteckt worden.

Franziska Schädel
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Noch sind Teile der Fassade eingerüstet, die Bäume müssen erst noch wachsen, und da und dort signalisiert ein rot-weisses Absperrband: Kein Zutritt. Die Besucherinnen und Besucher der offiziellen Eröffnungsfeier des Alterszentrums am Bach in Birmensdorf kümmert das nicht. Sie füllen das neue Haus mit Leben, inspizieren die hellen Zimmer, das Restaurant, schauen in die Schränke und flanieren in den Innenhöfen. Und manch einer versucht sich vermutlich vorzustellen, wie das so wäre, nicht nur auf Besuch hier zu sein.

«Viel Herzblut»

Stolz sei er, die Grüsse und besten Wünsche des Gemeinderates und der ganzen Bevölkerung zu überbringen, begrüsst der Birmensdorfer Gemeindepräsident Werner Steiner die Besucherschar. «Es ist ein Meilenstein in der Geschichte unseres Dorfes und unserer Nachbargemeinde Aesch, das Alterszentrum einweihen und in Betrieb nehmen zu können.» Viel Herzblut, so Werner Steiner, sei in die Verwirklichung dieses schönen Hauses gesteckt worden. Bruno Letsch, Vorstandspräsident der Trägerschaft des Zentrums, zitiert in seiner Grussrede seinen Vorgänger Karl Traub: «Wir bauen mit einem Alters- und Pflegeheim etwas, wo eigentlich niemand hin will.» Hörte man sich unter den Besucherinnen und Besuchern um, so scheint das zumindest bei den älteren Semestern tatsächlich so zu sein. «Gar nicht vorstellen kann ich mir das», sagt eine ältere Besucherin entschieden. Eine junge Frau hingegen meint: «Warum nicht? Hier ist es jedenfalls sehr schön.»

Ideale Raumgestaltung

Andreas Grieshaber, Leiter des Zentrums, freut sich auf seinen neuen Arbeitsort. Die Raumgestaltung sei ideal. Viel Holz ergänze die modernen Bauelemente. Da können sich auch ältere Leute wohlfühlen, meint er. Sinnvoll sei auch die Integration der Spitex, des Mahlzeitendienstes und der Beratungsstelle für Altersfragen. Das Alterszentrum am Bach bietet Platz für 61 Personen. «Nicht unsere Vorstellungen sollen den Alltag hier prägen, sondern die der Bewohnerinnen und Bewohner», betont der Zentrumsleiter. Er rechnet damit, dass bis Ende Jahr 50 Plätze des Zentrums belegt sein werden. Anschliessend werden die Wohngruppen in Betrieb genommen.

Baubeginn für das neue Alterszentrum war im August 2010. Die beiden Gemeinden Birmensdorf und Aesch hatten eine Ersatzlösung zu suchen für die Plätze, welche die Gemeinde Urdorf wegen Eigenbedarfs gekündigt hatte. Die Verantwortung für die Realisierung des Bauvorhabens wurde einer privatrechtlichen Genossenschaft übertragen. Ihr Präsident Bruno Letsch ist stolz, dass sowohl Kostenbudget wie Terminplan eingehalten werden konnten.

Ökumenische Segnung

Das neue Alterszentrum beginnt seinen Betrieb mit Gottes Segen. In einem ökumenischen Segnungsakt entzünden der reformierte Pfarrer Carl Schnetzer und der katholische Gemeindeleiter Thomas Leist gemeinsam eine Osterkerze. Für das weltliche Wohl sorgt dann die Küchenbrigade des Alterszentrums. Bei Risotto, Chili und Kuchen tauschen die Besucher Erinnerungen aus, plaudern, lachen und freuen sich über Begegnungen mit alten Bekannten. Für gute Stimmung sorgen Albert und Erika Wey mit ihren Alphörnern und die Harmonie Birmensdorf.