"Visit Schlieren"

Neuer Verein: Wie Touristen nach Schlieren gelockt werden sollen

Eine der Attraktionen: Das Gasi-Museum in Schlieren soll Touristen in die Stadt locken. So will es der Verein «Visit Schlieren».

Eine der Attraktionen: Das Gasi-Museum in Schlieren soll Touristen in die Stadt locken. So will es der Verein «Visit Schlieren».

Der diese Woche gegründete Verein «Visit Schlieren» hat hochgesteckte Ziele. Er will unter anderem mit einer neuen Online-Plattform Touristen in die Stadt locken.

Andreas Kriesi will Besucher nach Schlieren bringen. «Steigt ab 2019 jemand am Paradeplatz ins bis nach Schlieren verlängerte Tram 2 ein, soll er oder sie nicht schon am Stauffacher, in Aussersihl oder Altstetten das Tram verlassen, sondern auch versucht sein, bis Schlieren Zentrum sitzen zu bleiben», sagt er. Der GLP-Gemeinderat hat diese Woche den Verein «Visit Schlieren» gegründet, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Touristen in die Stadt zu locken.

Zuerst sollen die bestehenden Schlieremer Angebote gebündelt und auf einer gemeinsamen Online-Plattform beworben werden. Dabei denkt Kriesi etwa an das Wagi- und das Gasi-Museum, aber auch ans Ortsmuseum, den Stadtpark und das sich derzeit in Bau befindliche neue Stadtzentrum. «Dass Schlieren heute noch keine Top-Destination ist, ist uns bewusst», sagt er. Es würden aber laufend Angebote hinzukommen, die für Besucher attraktiv seien.

Etwa jüngst die neue Verbindung mit dem Bus 201 nach Uitikon und damit zur Üetlibergspitze. «Oder der neue Stadtsaal, der ein architektonischer Leuchtturm der Region sein wird, wird ebenfalls eine Sehenswürdigkeit sein.» So sollen auf der Website alle Angebote und Sehenswürdigkeiten auf einen Blick zu finden sein: «Das ist etwas, was heute fehlt.»

Nun geht es an Rekrutierung

Neben einem Internet-Auftritt plant der Verein in unbestimmter Zukunft den Betrieb eines Auskunftsbüros. «Zudem wollen wir eine Politik ausarbeiten bezüglich Tagestourismus, Ferien, Kultur und Kongresse», so Kriesi. Zudem wolle man auch die Entwicklung und den Ausbau des touristischen Angebots unterstützen.

Nun gehe es darum, Mitglieder zu rekrutieren und ein Netzwerk aufzubauen. Vertreter aus Gastronomie und Hotellerie sollen dem Verein beitreten. Zudem wolle man mit den Tourismusvereinen in Baden und Zürich Kontakt aufnehmen, um allenfalls Synergien zu nutzen, so Kriesi. Neben ihm als Präsident sitzen auch GLP-Gemeinderätin Songül Viridén und Henry Jager, Kandidat der Grünliberalen für die anstehenden Gemeinderatswahlen, im Vorstand.

Kein GLP-Projekt

«Es handelt sich jedoch um kein GLP-Projekt», betont Kriesi. Er verweist darauf, dass mit Patrick Bigler vom Verein Heimatkunde Schlieren und Gründungsmitglied des Wagi Museums sowie Ur-Schlieremer Sandro Barbieri auch Nicht-GLP-Mitglieder im Vorstand sind. Kriesi erhofft sich, dass zu einem späteren Zeitpunkt auch ein Vertreter der Stadt im Vorstand Einsitz nimmt. Er selber kandidiert am 4. März für einen Sitz im Stadtrat. Mit einer allfälligen Wahl könnte dieser Wunsch bereits dann in Erfüllung gehen.

«Der gemeinsame Nenner des Vorstands ist der Tourismus», so Kriesi. Er selber arbeitete mehrere Jahre in China, wo er das Asien-Büro des Reiseanbieters Fert aufbaute. Dass mit Kriesis Asien-Kenntnis aus Schlieren ein neues Luzern wird, das bei asiatischen Touristen sehr beliebt ist, denkt er jedoch nicht. Cars voller chinesischer Touristen dürfe man wirklich nicht erwarten.

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