Zürichsee
Neue Standstellen: Das Mieten von Booten soll für alle erschwinglich werden

Der Zürcher Stadtrat erhöht die Zahl der Schiffsplätze am See. Gleichzeitig führt er Standstellen für Boote ein, die zum Selbstkostenpreis vermietet werden sollen.

Lina Giusto
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Per 1. März erhöht der Stadtrat die Zahl der Bootsplätze von 80 auf 112. (Symbolbild)

Per 1. März erhöht der Stadtrat die Zahl der Bootsplätze von 80 auf 112. (Symbolbild)

Limmattaler Zeitung

Der Zürcher Stadtrat lanciert per 1. März eine neue Bootsplatzkategorie und erhöht gleichzeitig die Zahl der Standplätze von 80 auf 112. Die neue Kategorie nennt sich Non-Profit-Boot-sharing. Schiffsplätze dieser Klassifizierung können lediglich von nicht gewinnorientierten Vereinen, Genossenschaften, Aktiengesellschaften und GmbHs gemietet werden. Das Mieten von solchen Booten für einen Ausflug auf dem Zürichsee muss zudem allen Personen offen stehen und darf ausschliesslich für nicht-gewerbliche, private Zwecke erfolgen, schreibt der Stadtrat in einer Mitteilung von gestern.

Die Schiffstandplatzgebühr für die neue Kategorie orientiert sich an jener für Privatpersonen. Diese ist tiefer als jene für gewerbliche Mieter der Bootsplätze. «Der Stadtrat ist der Ansicht, dass ein erhebliches öffentliches Interesse daran besteht, dass auf dem Zürichsee stationierte Schiffe von einer breiten Bevölkerung genutzt werden können», erklärt Roberto Soós, Sprecher des Sicherheitsdepartements der Stadt Zürich, die Einführung des Non-Profit-Bootsharing.

Die Aufstockung der Schiffsplätze um 32 Stück soll durch die Übernahme von frei werdenden privaten Standplätzen durch die Non-Profit-Organisationen erfolgen. Auf die stadträtliche Mitteilung hin hat sich laut Soós bereits eine Stadtzürcher Gemeinderätin gemeldet, die ihren Bootsplatz zur Verfügung stellen möchte.

Hafen

Stadt plant Marina Tiefenbrunnen

Im Juli soll das Resultat des Projektwettbewerbes für einen Hafen im Zürcher Seefeld vorliegen. Im Rahmen der laufenden Planung hat der Stadtrat nun die Möglichkeit erlassen, dass der künftige Hafen durch Dritte betrieben werden darf. Bereits 2013 haben Stadt und Kanton Zürich entschieden, einen künftigen Hafen in Tiefenbrunnen nicht selber zu führen. Wie der Betrieb künftig geführt wird und wer dafür verantwortlich ist, ist derzeit in Abklärung. Bis Ende 2018 können laut Martina Glaser, stellvertretende Leiterin Projektstab Stadtrat, genauere Angaben gemacht werden. Zudem soll der Gemeinderat planmässig Ende 2020 über den Gestaltungsplan, das Bauchrecht und die Beteiligung der Stadt an der Trägerschaft – bestehend aus dem Zürcher Segel Club, dem Zürcher Yacht Club, dem Segel-Club Enge sowie der KIBAG-Gruppe und der Mobiliar-Versicherung – entscheiden können. (GIU)