Oetwil

Neue Parkuhrenmodelle: Bezahlstrategie per Handy setzt dem Münzklauben ein Ende

Die Parkgebühr kann auch per App auf dem Smartphone beglichen werden. Die drei Apps heissen Twint, Easypark und Parkingpay.

Die Parkgebühr kann auch per App auf dem Smartphone beglichen werden. Die drei Apps heissen Twint, Easypark und Parkingpay.

Ab Mitte März kann in Oetwil an neuen Parkuhren auch mit dem Smartphone per App bezahlt werden. Schlieren und Dietikon, welche bereits von den moderneren Parkuhren profitieren, ziehen auf Anfrage eine positive Bilanz.

Wer an einer Parkuhr in Oetwil bezahlen will, kann ab dem 18. März auf Münz verzichten. Ab dann kann die Parkgebühr auch über eine von drei Apps auf dem Smartphone beglichen werden. Derzeit ist dies noch nicht möglich. Deshalb ersetzt die Gemeinde sieben alte Parkuhren durch vier neue. Die Parkuhren werden mit Aufklebern versehen, auf denen die Apps und die einzugebende Parkzone ersichtlich sind, wie die Gemeinde auf ihrer Website mitteilt. Die drei Apps heissen Twint, Easypark und Parkingpay. Letztere ist von der Dietiker Firma Digitalparking AG.

Münzklauben ist bei den Oetwiler Parkuhren bald nicht mehr obligatorisch. Stattdessen kann die Bezahlung per App geleistet werden.

Münzklauben ist bei den Oetwiler Parkuhren bald nicht mehr obligatorisch. Stattdessen kann die Bezahlung per App geleistet werden.

Der Ersatz ist nötig: Bei fünf der sieben alten Parkuhren wäre Ende Jahr der integrierte Kalender abgelaufen, sagt der Oetwiler Gemeindeschreiber Pierluigi Chiodini. Ausserdem seien Ersatzteile nicht immer ohne weiteres erhältlich. Die beiden neueren Parkuhren werden auch ersetzt, damit auf dem gesamten Gemeindegebiet die gleichen Parkuhrenmodelle im Einsatz sind. Die Gemeinde bewirtschaftet mit den Uhren insgesamt 39 Parkfelder.

In Dietikon hat man nur gute Erfahrungen gemacht

Beim Bezahlen mit Kleingeld oder per App wird neu nicht mehr die Parkfeldnummer, sondern das Autokennzeichen ausschlaggebend sein. Will man eine der Apps nutzen, muss das Kennzeichen in dieser hinterlegt werden. Dann kann der Zahlvorgang mit Hilfe der Aufkleber an den Parkuhren bargeldlos durchgeführt werden.

Bei der herkömmlichen Bezahlmethode wird künftig das Autokennzeichen in die Parkuhr eingegeben und danach die gewünschte Parkzeit mit Kleingeld bezahlt. Auch bei Twint wird die Parkgebühr im Voraus für eine vorgegebene Zeitspanne fällig. Mit Easypark und Parkingpay muss der Parkvorgang in der App beendet werden, wenn man wieder zum Auto zurückkehrt.

Das mühsame Münzklauben beim Parkieren hat in anderen Gemeinden schon länger ein Ende gefunden. So kann beispielsweise in Dietikon seit 2018 bei allen Parkuhren der Stadt gewählt werden, ob man lieber bar oder digital bezahlt. Auch in Schlieren ist das Bezahlen via App möglich. Allerdings erst seit Januar 2020.

Beide Städte ziehen auf Anfrage eine positive Bilanz zur moderneren Bezahlstrategie. Ein Vergleich zur früheren Situation sei zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht möglich, weil noch keine Abrechnungen von den Bareinnahmen der Parkgebühren vorliegen würden. Auf alle Fälle sei es aber so, dass die Bezahlung mit der App rege benutzt werde.

Dass die Möglichkeit, mit dem Smartphone zu bezahlen, ein Bedürfnis der Be­völkerung und vor allem zeitgemäss sei, sagt auch der Dietiker Polizeichef Marco Bisa. «Wir haben bis jetzt gute Erfahrungen damit gemacht, sodass monatlich etwa 6000 Franken in Dietikon mit Parkingpay bezahlt werden und dies mit einer wachsenden Tendenz.» Einen Prozentanteil an digitalen Zahlungen könne aber auch er nicht nennen.

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