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Nationalratswahlen 2019: Die FDP startet im Gegenwind

Die Zürcher FDP will eine weitere Wahlniederlage verhindern. Die Nationalratswahlen im Herbst gehen die Bisherigen optimistisch an. (Archiv)

Die Zürcher FDP will eine weitere Wahlniederlage verhindern. Die Nationalratswahlen im Herbst gehen die Bisherigen optimistisch an. (Archiv)

Die Zürcher FDP-Nationalräte setzen im Wahlkampf auf Teamwork. Die Umstände waren schon besser.

Der Start ins Wahljahr 2019 ist für die Zürcher Freisinnigen nicht nach Wunsch verlaufen: Das dominierende Thema Klimaschutz hat die Partei auf dem falschen Fuss erwischt, die kantonalen Wahlen wurden mit dem Verlust eines Regierungsratssitzes zu einem Desaster.

Im Hinblick auf die eidgenössischen Wahlen vom Herbst ist also viel Luft nach oben. Eine weitere Wahlniederlage will die Zürcher FDP um jeden Preis verhindern. Anders als bei den kantonalen Wahlen haben die Freisinnigen bei den National- und Ständeratswahlen im Herbst auch die SVP gegen sich. Diese erklärte die FDP wegen ihrer Klimapolitik kurzerhand zum «Feind». Auch ein mögliches Plus beim Wähleranteil, welches Umfragen den Liberalen 2018 bescheinigten, ist längst dahingeschmolzen.

Die fünf amtierenden Nationalrätinnen und Nationalräte der Zürcher FDP haben sich gestern trotz der eher widrigen Umstände vor den Medien optimistisch gegeben. Wie schon bei den Wahlen 2015 wollen sie auf Teamgeist setzen. «Bei uns gibt es keine Einzelwahlkämpfe oder Streit um einzelne Plätze auf der Liste wie bei anderen Parteien», sagte Hans-Peter Portmann. «Das Macher-Team für den Nationalrat» steht auf den gemeinsamen Wahlplakaten. Abgebildet sind Fussball-Shirts mit den Namen Fiala, Portmann, Walti, Sauter und Bigler.

Thematisch wollen die Liberalen drei Themen in den Vordergrund stellen: Neben der Wirtschaft handelt es sich dabei um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie den Umwelt- und den Klimaschutz.

Kleine Klimaschutz-Verbote

Letzteres hätte die Partei aus eigenem Antrieb wohl eher nicht als Schwerpunktthema gesetzt. Nach der von Parteipräsidentin Petra Gössi initiierten Mitgliederbefragung muss die FDP nun liefern. Ein Positionspapier liegt vor, Details sollen schon bald an einer Versammlung beschlossen werden. Verbote sollen laut Doris Fiala nicht dazugehören: «Wie üblich bevorzugen wir private Lösungen vor staatlichen.» Und wichtig sei auch, bei einzelnen Massnahmen immer die gesamte Ökobilanz zu berücksichtigen.

Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, sollen «steuerliche Fehlanreize» beseitigt werden. Konkret wollen sich die FDP-Parlamentarier für die Einführung der Individualbesteuerung einsetzen. So soll verhindert werden, dass ein grosser Teil des Zweiteinkommens einer Familie für die Steuern draufgeht.

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