Zürich

Nach Hitzesommer 2018: So möchte die Stadt die Seniorenheime dieses Jahr vor der Wärme schützen

«Die Bewohnerinnen und Bewohner müssten vor der Wärme geschützt werden» sagt Hochbauvorstand André Odermatt (SP). (Themenbild)

Nachdem es in manchen Zürcher Seniorenheimen im vergangenen Sommer sehr heiss geworden war, reagiert nun die Stadt: Sie setzt 60 Massnahmen um, damit die Seniorinnen und Senioren den kommenden Sommer gut überstehen. Dazu gehören auch einfache Klimaanlagen in Gemeinschafts- und Pflegeräumen - obwohl diese theoretisch den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft zuwiderlaufen.

Eine weitere Massnahme, welche die Stadt umsetzt, ist die Kühlung mittels Erdsonden und einer Abwasserwärmepumpe. Diese gibt die warme Luft an das Erdreich ab.

Daneben soll auch der Sonnenschutz verbessert werden, etwa durch Sonnenschutzfolien an den Fenstern und automatisierte Storen, wie die Stadt am Montag mitteilte. Die Aussenräume sollen zudem vermehrt begrünt werden, Wasserelemente sollen weitere Kühlung bringen.

In der Nacht wird künftig besser gelüftet, damit die Räume auskühlen. LED-Beleuchtung und Elektrogeräte, welche Wärme abgeben, sollen gemäss Mitteilung ersetzt werden.

"Die Bewohnerinnen und Bewohner müssen vor der Wärme geschützt werden", wird Hochbauvorstand André Odermatt (SP) in der Mitteilung zitiert. Die vorliegenden Massnahmen würden wesentlich dazu beitragen.

Heiss wurde es im vergangenen Sommer vor allem in älteren Gebäuden aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Um die Seniorinnen und Senioren zu schützen, verteilten die Angestellten isotonische Getränkte, tiefgekühlte Tücher und verabreichten Fussbäder.

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