Fussball

Nach einer schlimmen Zeit in Rumänien ist Dietikon seine Oase

Samuel Etim auf der Dietiker Dornau.

Samuel Etim auf der Dietiker Dornau.

Sam Etim ist einer von sieben Neuzugängen im FC Dietikon. Vor dem Rückrundenstart des Leaders der Gruppe 5 der 2. Liga interregional erzählt der amerikanische Stürmer von schwierigen Monaten in Osteuropa, wo er auch Rassismus angetroffen hat.

Sam Etim ist glücklich. Glücklich, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Glücklich, an diesem Vormittag im Klubhaus des FC Dietikon sitzen zu dürfen. Und dies, obwohl sich die Erfüllung seines Traums ein weiteres Mal verzögert. Der US-Amerikaner war nach dem College-Abschluss eigentlich nach Europa gekommen, um Profi zu werden.

Interview mit Sam Etim

Interview mit Dietikons neuem Stürmer Sam Etim

Interview imt Dietikons neuem Stürmer Sam Etim


Über einen Kontakt seines Vaters zu einem früheren GC-Spieler aus Nigeria («Ich kenne ihn nur unter dem Namen «Gabriel»») fand er den Weg zum rumänischen Zweitligisten Oradea. Dort brach er seine Zelte nach wenigen Monaten ab. Mit der Enttäuschung im Gepäck, auf falsche Versprechungen hereingefallen zu sein.

«Man sagte mir, ich könnte bei Teams aus der höchsten Liga Probetrainings machen, aber das war nie der Fall», schildert der 24-jährige Stürmer. Den in Osteuropa gerade im Fussball verbreiteten Rassismus hat er auch angetroffen.

«Es ist so: Einige wenige singen rassistische Lieder. Sobald du aber gut spielst, applaudieren sie dir - ich weiss nicht, ob ich das gut oder schlecht finden soll», schildert er offen. Etim habe die Gesänge und Sprüche aber nie nah an sich rangelassen, «andernfalls lernt man zu hassen, das ist es nicht wert», sagt der überlegte Spieler.

Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten habe er sich gut überlegt, ob er nochmals probieren soll, oder ob er auf Grundlage seines Studiums (Sports Management) zu arbeiten beginnen soll. «Die Leidenschaft für das Spiel hat gesiegt», sagt er in schönem amerikanischen Pathos.

Wovon Sam Etim beeindruckt ist, und warum er seine neue Heimat mit Kalifornien vergleicht, entnehmen Sie der gedruckten Ausgabe vom 8. März.

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