Fussball
Nach der Rekordpleite beschwört der FC Dietikon die Einheit

Am Samstag steht gegen Eschen/Mauren das erste Heimspiel der 1.-Liga-Saison auf dem Programm. Es steht unter dem Eindruck der 0:7-Abfuhr zum Auftakt in Mendrisio.

Raphael Biermayr
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FCD-Trainer Goran Ivelj sagt, eine Reaktion sei nur als Team möglich.

FCD-Trainer Goran Ivelj sagt, eine Reaktion sei nur als Team möglich.

Ein 0:7 schmerzt immer, auch wenn der Spielverlauf vielleicht nicht ganz so klar gewesen sein mag, wie das Resultat vermuten lässt. Die Abfuhr in Mendrisio im ersten Saisonspiel hat historische Dimensionen in der jungen Trainerlaufbahn von Dietikons Goran Ivelj (wird am Sonntag 36 Jahre alt): «Ich habe noch nie so hoch verloren als Trainer.»

Eine Folge des Umbruchs

Für den FCD ist es die höchste Pleite seit acht Jahren und einem 0:8 in Affoltern am Albis, damals noch in der regionalen 2. Liga. War die Abfuhr im Säuliamt eine beschämende Angelegenheit, kam das ungleiche Kräftemessen im Tessin nicht überraschend: Die Südschweizer sind zu diesem Zeitpunkt weit gefestigter als die Limmattaler, die ja nicht weniger als 18 Zuzüge tätigten, darunter viele junge Spieler.

Zwei Defensivkräfte spielberichtigt

Sportchef Pietro Iellamo sagt: «Mendrisio hat mit Markovic einen Stürmer, der sozusagen aus zwei Chancen vier Tore schiesst. Wir waren einfach zu wenig clever.» Grund zur Hoffnung, dass es am Samstag im ersten Heimspiel der Saison gegen Eschen/Mauren (16 Uhr, Dornau) besser wird, gibt es durchaus: Mit Andrei Herlea und Stefano Geri sind zwei Defensivkräfte mit 1.-Liga-Erfahrung spielberechtigt.

In der Offensive siehts allerdings weiterhin düster aus, weil Goalgetter und Führungsfigur Luca Dimita sich nach einer Leistenoperation im Aufbautraining befindet und vorderhand nicht eingesetzt werden kann. «Wir können das nur als Team schaffen», sagt Goran Ivelj.

An der Zeit, das Geschehene in Mendrisio gemeinsam zu verarbeiten, hat es nach dem Ausflug sicherlich nicht gemangelt: Auf der Dietiker Vereinshomepage ist zu lesen: «Schon auf der Rückfahrt aus dem Tessin hatten unsere Spieler genügend Zeit, die Ereignisse zu diskutieren und über den ersten Schock hinwegzukommen. Schliesslich stand man nach einem gemeinsamen Pizza-Essen noch drei Stunden im Stau vor dem Gotthard.» LiZ-Tipp 1:2