Unihockey

Nach dem verpassten Aufstieg erfolgt der grosse Umbruch

Ein Bild, das es nächste Saison nicht mehr gibt: Lukas Wittwer (vorne am Ball), Etienne Benz (hinten links) und Behar Spahija (hinten rechts) stürmen für Limmattal.

Ein Bild, das es nächste Saison nicht mehr gibt: Lukas Wittwer (vorne am Ball), Etienne Benz (hinten links) und Behar Spahija (hinten rechts) stürmen für Limmattal.

Nach dem Aus in den Playoffs ist klar, dass Unihockey Limmattal mindestens ein weiteres Jahr in der 1. Liga absolvieren wird. Die nächste Spielzeit dürfte allerdings schwieriger werden. Der Verein muss die Abgänge des Trainers und mehrerer Schlüsselspieler verkraften.

«Es tut schon weh», sagt Michael Hunziker. Der Trainer von Unihockey Limmattal hadert noch mit dem, was ihm und seiner Mannschaft am Sonntag widerfahren ist. Im vierten Spiel der Playoffserie gegen die Red Devils March-Höfe Altendorf, in der es um einen Platz in der Nationalliga B ging, mussten die Limmattaler nach siebeneinhalb Minuten in der Verlängerung nach einem Fehler den Siegtreffer der Red Devils hinnehmen – und das, nachdem sie vier Minuten vor Ende des dritten Drittels noch mit 3:2 geführt hatten. Die Niederlage bedeutete gleichzeitig das Aus in den Playoffs. Denn die Red Devils hatten damit die Best-of-five-Serie mit 3:1-Siegen beendet.

Dabei schmerzt die Limmattaler vor allem die Tatsache, dass man so knapp verloren hat. «Das Team ist vor allem enttäuscht, dass wir diese Serie verloren haben», sagt Hunziker. «Wir waren in den letzten beiden Partien die bessere Mannschaft. Und auch in diesem Spiel sah ich keinen Grund, warum wir es verlieren sollten. Wir hatten ein Chancenplus und einige Hundertprozentige vergeben. Wir hätten dieses Spiel gewinnen sollen.» Vor allem hätte man gerne nochmals vor eigenem Publikum ein Spiel ausgetragen: «Egal, wie es ausgegangen wäre.»

Für die Limmattaler bedeutet die Niederlage gegen die Red Devils, dass sie mindestens ein weiteres Jahr in der 1. Liga absolvieren werden. Die Vorzeichen werden allerdings nicht dieselben sein wie in dieser Spielzeit. Denn Hunziker hat sich entschieden, als Trainer der ersten Mannschaft nicht weiterzumachen. «Auch wenn es grossen Spass macht, die Betreuung der Mannschaft ist ein enormer Aufwand», sagt er. «Zudem bin ich selbstständig, und im September werde ich Vater.» Der Verein sei daher auf der Suche nach einem neuen Trainer.

Gewichtige Abgänge

Doch auch in der Mannschaft gibt es Veränderungen. So verlassen unter anderem Lukas Wittwer, der in dieser Saison über 80 Skorerpunkte erzielte, Etienne Benz sowie Behar Spahija den Verein und damit praktisch der ganze erste Block. Hinzu kommt der Abgang von Torhüter Jonas Wittwer, der nicht minder gewichtig ist. Immerhin hat Wittwer in der Nationalliga A und in Schweden gespielt. Für Hunziker, der mit diesen Spielern einst bei Lok Reinach noch zusammengespielt hat, ist klar, dass diese Abgänge ein Qualitätsverlust bedeuten, auch wenn man auf der Torhüterposition mit Dominic Gabriel ein Versprechen für die Zukunft habe. «Die Skorer, die weggehen und zusammen in dieser Saison über 180 Skorerpunkte gesammelt haben», sagt er, «kann man dagegen fast nicht ersetzen.»

Darum geht Hunziker davon aus, dass die neue Saison für die Limmattaler schwieriger werden dürfte: «Wir müssen sicher tiefer stapeln.» Hunziker glaubt aber auch, dass der Umbruch im Team eine Riesenchance ist. «Die jüngeren Spieler können sich so empfehlen und wir haben noch viele talentierte Spieler, die bleiben», sagt er. «Und wer weiss, welche Spieler zur Mannschaft stossen werden.» Dazu haben die Vereinsverantwortlichen Probetrainings organisiert.

In der Mannschaft passte alles

Hunziker bleibt die Saison vorwiegend positiv in Erinnerung. «Wir haben so viele Spieler, die in der Nationalliga A gespielt haben, aber alle haben gesagt, Unihockey Limmattal sei der geilste Verein, bei dem sie bisher engagiert waren», sagt er. «Teammässig hat alles gepasst.» Darum steigt in ihm auch etwas Wehmut auf, dass nun ein neuer Abschnitt beginnt. «Am liebsten würde ich im Verein ja alles machen», sagt er. «Aber das geht halt nicht. Ich werde dem Verein jedoch in irgendeiner Form erhalten bleiben.» In welcher, ist noch offen.

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