Werden Sie in Ihrer neuen Funktion als Cheftrainer anders mit den Spieler umgehen?
Nein. Ich habe ja schon in der vergangenen Saison ein paar Spiele in der Abstiegsrunde gecoacht. Der Respekt gegenüber mir war immer da, egal in welcher Funktion. Die Jungs hören mir zu. Wahrscheinlich hat das damit zu tun, dass ich keinen Quatsch erzähle. 

Wurden Sie schon letzte Saison angefragt, ob sie Headcoach werden wollen?
Es gab ein kurzes Gespräch mit Ruedi Haas über meine Zukunft. Ich sagte, ich muss schauen, wie es mit meinem Knie weitergeht, denn ich hatte eigentlich Lust, noch etwas zu spielen. In Bezug auf die Trainerposition sagte ich, wie übrigens Ende auch letzte Woche: Aus Sicht des Vereins ist es sinnvoller, wenn man jemanden findet, mit dem man die Zukunft längerfristig planen kann. Wenn aber Not am Mann ist, kann man jederzeit mit mir reden.

Sie werden also nach der bevorstehenden Saison zurücktreten?
Meine Optik geht im Moment nur bis Ende Saison.


Video: Welchen NHL-Star hätte Thomas Heldner gern im Urdorfer Team?

EHC Urdorf: Interview mit Thomas Heldner

EHC Urdorf: Interview mit Thomas Heldner

Denken Sie, dass die Mannschaft von Anfang an mit Ihnen als Nachfolger rechnete, und deshalb leichter gegen François Wartenweiler aufbegehrte?
Ich glaube, die Mannschaft handelte aus Eigeninteresse, das hatte nichts mit mir zu tun. Sie wusste, dass es nicht gut kommen würde und begann, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Marco Novkovic rief mich an. Sebastian Hauser hatte mit Adrian Casutt, Sandro Duttweiler und Dani Hüni Kontakt. Unter diesen Voraussetzungen, und dank der Unterstützung meiner Familie, wurde ich plötzlich zu einer Option.

Der Vorstand hatte mit Reto Bachofner einen anderen Kandidaten. Warum haben Sie Ihr Angebot nicht zurückgezogen und es auf eine Entscheidung ankommen lassen?
Ich sagte Präsident Thomas Leimgruber, dass ich nicht böse bin, wenn sie jemand anderen nehmen. Die Mannschaft unterstützte nun mal die Option mit den anderen und mir. Es war mir aber wichtig, dass der Verein die Entscheidung fällt.

François Wartenweiler und Ruedi Haas sprachen als Saisonziel von den Playoffs. Und Sie?
Im ersten Training sagte ich den Spielern, dass ich im Normalfall meine Ziele erreiche. Die lauten für die bevorstehende Saison: Playoffqualifikation.

Was für ein Bild gibt die Mannschaft aktuell ab?
Ich will nicht über meinen Vorgänger und seine Arbeit sprechen. Sagen wir es so: Ich bin sicher, dass sie bald in einer besseren physischen Verfassung sein wird.

Wie steht es um die psychische Verfassung?
Ich habe den Eindruck, dass es einen Wechsel brauchte. Trotz der Vorgeschichte denke ich, dass die Mannschaft mit positiven Gefühlen in die Saison gehen wird. Das Ziel ist, dass die Zuschauer so bald wie möglich erkennen, dass die fünf, die auf dem Eis stehen, am gleichen Strick ziehen.

Das ganze Interview finden Sie in der gedruckten Ausgabe vom 27. September.