Dietikon
Muskeltraining im Grünen: Der Stadtpark bekommt eine "Power Station"

Weil der Stadtrat die Gesundheit der Bevölkerung im öffentlichen Raum fördern will, schenkt er ihr Metallstangen für Klimmzüge. Im Stadtpark wird deshalb eine "Vitaparcours Power Station" eingerichtet.

Leo Eiholzer
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An der "Vitaparcours Power Station" trainiert der Sportler mit dem eigenen Körpergewicht. (Symbolbild)

An der "Vitaparcours Power Station" trainiert der Sportler mit dem eigenen Körpergewicht. (Symbolbild)

Keystone

Ein paar senkrechte, ein paar waagrechte, und ein paar gebogene Metallstangen. Fertig ist die «Vitaparcours Power Station». Daran trainiert der Sportler mit dem eigenen Körpergewicht seine Muskeln. Der Stadtrat hat beschlossen, diesen Sommer im Vorfeld des Dietiker Stadtfestes, das am 31. August beginnt, im Stadtpark Kirchhalde eine solche «Vitaparcours Power Station» aufzustellen. An dieser kann dann jeder verschiedene Übungen, die unterschiedlich schwierig sind, machen. Neben einer klassischen Vitaparcous-Tafel, die dem Sportler erklärt, was er tun soll, gibt es auch eine Handy-App. Jede Übung hat einen eigenen QR-Code, den man mit dem Handy einscannen kann. Der Code führt Interessierte zu einer Videoanleitung der entsprechenden Übung.

Stadtpräsident Otto Müller sagt: «Wir haben festgestellt, dass das Bedürfnis nach frei zugänglichen Sport- und Bewegungsräumen allgemein wächst. Vor allem bei den Jungen entsprechen die Metallstangen, an denen man Klimmzüge und andere Übungen machen kann, einem Trend.» Das sehe man vor allem in den Städten, in denen es schon solche Anlagen gibt. So etwa in Zürich bei der Uni Irchel und am Hönggerberg bei der ETH, deren Power Stations stark genutzt würden. Müller sagt: «Die Power Station ist ein Geschenk an die Bevölkerung und der sportliche Kick-Off im Vorfeld des Stadtfestes.» Dieses steht unter dem Motto «Dietikon bewegt». Die Power Station soll längerfristig bestehen und laut der Stadtrats-Mitteilung «die Gesundheit der Bevölkerung im öffentlichen Raum fördern.»

Power Station als Teil des Sportunterrichts

Kosten wird das Ganze 55'000 Franken. 40'000 Franken davon muss die Stadt selbst bezahlen. 10'000 Franken kommen aus dem Sportfonds des Kantons, 5000 Franken vom Bildungszentrum Limmattal. Weil das Bildungszentrum die Power Station auch für den eigenen Sportunterricht nutzen will, übernimmt sie einen Teil der Kosten.

Der Stadtrat habe auch andere Standorte geprüft. «Wir wollten aber, dass die Power Station wirklich zentral liegt», sagt Müller. Zudem könne ein Besuch der Anlage optimal mit Lauftrainings in die nahe gelegenen Wälder verbunden werden. Nur Garderoben und Duschen wird es im Kirchhalden-Park keine geben. Der Stadtrat will auch an einem zweiten Standort Sportgeräte einrichten: am Rapidplatz. Dies aber erst nach dem Stadtfest, weil der Platz während des Festes mit Zelten und Ständen zugestellt sein wird. Dort sollen aber bewegliche Sportgeräte hinkommen – also keine zweite Power Station. Müller sagt: «Der Stadtrat arbeitet daran, beschlossen haben wir aber noch nichts.»