Schlieren

Mittelinseln auf der Badenerstrasse: Wie sicher sind sie für die Besucher des Schlierefäschts?

Ein vorzeitiger Abbruch der Mittelinseln hätte 10'000 Franken Mehrkosten verursacht. Deshalb bleiben sie vorerst noch bestehen. (Archivbild)

Ob es nicht gefährlich sei, dass die Mittelinseln auf der Badenerstrasse vor dem Schlierefäscht nicht entfernt werden, will Hans-Ulrich Etter (SVP) wissen.

Die Organisatoren des Schlierefäschts hatten den Stadtrat mehrmals darum ersucht, dass er die langen Mittelinseln auf der alten Badenerstrasse vor dem Grossanlass entfernt. Denn diese könnten sich als Stolperfallen erweisen. Der Stadtrat hat dem Wunsch aber nicht entsprochen, da das vorzeitige Abbrechen der Inseln unnötige Mehrkosten von 10'000 Franken verursachen würde.

Dieser Entscheid wirft bei SVP-Gemeinderat Hans-Ulrich Etter diverse Fragen auf: Wie denn der Stadtrat die Sicherheit der Festbesucher gewichte, erkundigt er sich in einer kürzlich eingereichten kleinen Anfrage. Und wer haftpflichtig sei, falls am Schlierefäscht eine Person ins Stolpern gerate, stürze und sich dabei verletze. Schliesslich verweist Etter auf eine Paniksituation, bei der allenfalls gestürzte Personen überrannt werden könnten: «Wie beurteilt der Stadtrat das Risiko für die Festbesucher?» fragt Etter in seinem Vorstoss.

Die breite, vierspurige Badenerstrasse wird für den Verkehr nicht mehr benötigt: Im Zuge des Limmattalbahn-Baus ist die Verkehrsführung auf die andere Seite des Stadtplatzes verlegt worden. Auf der alten Badenerstrasse wird sich vom 30. August bis 8. September ein Grossteil des Schlierefäschts abspielen.

Während die Mittelinseln auf der aufgegebenen Strasse vorerst bleiben, kam der Stadtrat den Organisatoren in einem anderen Punkt entgegen. Die trennende Lärmschutzwand, die entlang der alten Badenerstrasse stand, hat er bereits abreissen lassen. Dies hatte das OK mit Verweis auf die Zugänglichkeit und damit die Attraktivität des Festareals sowie im Hinblick auf das Bereitstellen von Fluchtwegen angeregt. Für den Abbruch der Lärmschutzwand hatte der Stadtrat einen Kredit über 195'000 Franken bewilligt. Diese Kosten wären, da die Mauer nach der Verkehrsverlagerung nicht mehr benötigt wird, ohnehin angefallen. Die Mittelinseln werden dereinst mit der Neugestaltung des Stadtparks zwar ebenfalls verschwinden – ein vorzeitiger Abbruch hätte aber 10'000 Franken Mehrkosten verursacht. (og)

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