Schlieren

Mit Teddybären durchs Morgenland

Dem jungen Besucher scheinen die Zottelbären auf dem Stroteller zu gefallen. Foto: Christian Murer

Dem jungen Besucher scheinen die Zottelbären auf dem Stroteller zu gefallen. Foto: Christian Murer

Lehrer, Prinzessin und Samichlaus – das Alte Schulhaus stand ganz im Zeichen der Bären.

Aladin sitzt hinten auf dem fliegenden Orientteppich und betrachtet von oben herab das sagenumwobene Morgenland. Mit ihm reist Yasmin durchs Land der aufgehenden Sonne. «Von oben ist die Welt einfach wunderschön und für mich ist das Morgenland kein Sorgenland», ist Yasmin überzeugt. Auf ihrem abenteuerlichen Flug hätte sie gerne die Weisen vom Morgenland gesehen. Doch die drei Könige sind noch nicht unterwegs zum Christkind in der Krippe von Bethlehem.

Auf der weiten Flugreise entdecken Aladins scharfe Bärenaugen plötzlich ein Orientzelt. Dort raucht Sebastian mit seinen Kumpels eine Shisha. Das ist die traditionelle orientalische Wasserpfeife, die mit Schlauch und meist mit speziellem Tabak geraucht wird. «Ich möchte am liebsten landen und mitrauchen», meint Aladin zu Yasmin, die überhaupt keine Lust dazu hat. Sie will weiterfliegen – fliegen zu all den mannigfaltigen Bärenkindern, Bärenmüttern und -vätern. Genau 267Bären sind es insgesamt, die sich im Alten Schulhaus übers vergangene Wochenende ein Stelldichein geben.

Timothy mit seinen Kamelen

Unter den zahlreichen Bewunderern ist auch der viereinhalbjährige Sandro Altorfer aus Urdorf. Ihm gefällt vor allem der Bär auf dem Hochrad. Niedlich findet er auch Teddy Filou mit dem Schaukelstuhl. Oder die Kamelgruppe in der Wüste mit Timothy als Anführer. «Ich habe zu Hause einige Bären», erzählt der Dreikäsehoch. Im Zoo habe er schon richtige Bären gesehen und im Fernsehen den Eisbären «Knuth» vom Berliner Zoo. «Von Bär Lars habe ich eine Kassette», ergänzt der Blondschopf und bestaunt mit seiner Mutter die vielen «schnusligen» Bärengruppen im Parterre und im dritten Stock.

Im ersten Stock sitzt Beatrice «Bea» Zurfluh bei einem «Bärenkafi» und erzählt: «Ich bin seit 1994 Mitglied der Freizeit-Vereinigung Schlieren und seit vielen Jahren amte ich als Kursleiterin bei verschiedensten Kursthemen wie Gestalten mit Papier, gefilzte Dekorationen, Modeschmuck aus der Modelliermasse Fimo, Weihnachtsgeschenke für Kinder und Tischdekorationen.» Dazu ergänzt Walter Stalder, Präsident der Freizeitvereinigung: «Seit 21Jahren näht Bea regelmässig Teddybären, die allesamt ein Unikat sind und von denen sie allerdings jeweils nur wenige verkauft.» Im Jahre 2003 sei sie zudem mit Anita Imhof die Initiantin des heutigen Adventsmärts gewesen. Sie sei an diesem Märt auch stets mit einem Stand dabei. «Dieses Jahr allerdings nicht, weil sie eben eine eigene Ausstellung hat», so Walter Stalder und fährt fort: «Sie ist eine sehr aktive Kursleiterin mit einer eigenen Bärengruppe, die sich regelmässig trifft.»

Auf den Spuren der Teddybären

Im Bärenkafi weilt ferner der 29-jährige Thomas Borner aus Wettingen. «Ich finde die Bären hier wirklich sehr herzig, weil jedes Tier ein eigenes Gesicht hat», stellt der Elektroingenieur fest. Seiner Freundin Andrea gefallen die einzelnen gestellten Szenen sehr gut, weil sie so aussagekräftig
seien. «Mein Lieblingstier ist allerdings der Papagei», ergänzt der junge Mann.

Noch immer sind die Teddybären Yasmin und Aladin auf ihrem abenteuerlichen Wüstenflug. Bald werden sie landen und ihre flauschigen Kollegen besuchen.

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