Schlieren
Mit neuer Führung: Das «Mühleacker» soll zurück auf Kurs

Lange stand das "Mühleacker" in Schlieren leer. Wirt Franco Salihi will dem Lokal nun gemeinsam mit seiner Frau Enita und Koch Martin Heinrich neues Leben einhauchen. Öffnungszeiten am Abend und diverse Veranstaltungen sollen den Restaurantbetrieb für die Zukunft sichern.

Kevin Capellini
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Seit Januar wieder für hungrige Gäste offen: das Restaurant Mühleacker in Schlieren.

Seit Januar wieder für hungrige Gäste offen: das Restaurant Mühleacker in Schlieren.

Kevin Capellini

Lange Zeit stand das Mühleacker in Schlieren leer und verlassen. Besucher, die etwas essen wollten, musste ein anderes Restaurant aufsuchen, die letzten Pächter waren im Mai 2017 ausgezogen. Die Suche nach einer Anschlusslösung dauerte lange. Zu einsam liege das Restaurant am Schlieremer Stadtrand, hiess es damals von den Beteiligten.

Nun, nach rund sechs Monaten, wird dort wieder gekocht. Seit dem 3. Januar führt Franco Salihi zusammen mit seiner Frau Enita und Koch Martin Heinrich das Restaurant. Ihr Ziel: Das schlechte Image soll weg und das Mühleacker zu einem gut bekannten Quartierrestaurant werden. «Der Ruf der Gaststätte hat im vergangenen Jahr gelitten. Nun sind wir da und wollen dies definitiv ändern», sagt Salihi. Doch dies werde viel Zeit und Aufwand benötigen.

Koch Martin Heinrich und das Wirteehepaar Enita und Franco Salihi wollen das früher schlechte Image des Restaurants loswerden.

Koch Martin Heinrich und das Wirteehepaar Enita und Franco Salihi wollen das früher schlechte Image des Restaurants loswerden.

zvg

Langfristig keine Zukunft

Momentan ist das Lokal unter der Woche jeden Tag zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet. Viele Bewohner des hiesigen Alters- und Pflegezentrums, aber auch Angestellte des umliegenden Gewerbes, würden zum Mittagessen kommen. Doch Salihi sieht noch Potenzial nach oben. «Nur mit dem Mittagtisch verdient man auf Dauer nicht genug Geld.» Dies habe langfristig sicher keine Zukunft. Aus diesem Grund plant er, das Lokal in Zukunft auch am Abend zu betreiben. Hierzu brauche es jedoch noch die definitive Bewilligung der Stadt. Und – sobald er diese hat – zusätzliches Personal für den Abendservice.

Salihi ist sicher, dass ihm die Stadt die notwendige Erlaubnis erteilen werde, schliesslich habe man sich für den abendlichen Betrieb noch vor Eröffnung des Lokals im vergangenen Herbst sehr offen gezeigt. Susanne Tanner, Abteilungsleiterin Alter und Pflege, würde ein am Abend geöffnetes Restaurant sehr begrüssen. «Von uns aus steht einem abendlichen Betrieb des ‹Mühleackers› nichts im Wege.» Das Lokal müsse für die Bewohner des Alters- und Pflegezentrums zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet haben, darüber hinaus dürfe Salihi aber selber entscheiden, ob er länger geöffnet haben möchte.

Kooperationen mit Schulen

Dass das «Mühleacker» nach über sechs Monaten wieder geöffnet hat, freut Tanner: «Die Rückmeldungen, die wir von den Gästen erhalten, sind hervorragend. Das Essen schmeckt und das Personal ist sehr freundlich.» Für die Bewohner sei es schön, könnten sie wieder in ihrem lokalen Restaurant zu Mittag essen.

«Der Ruf der Gaststätte hat im vergangenen Jahr stark gelitten. Nun sind wir da und wollen dies definitiv ändern.»

Franco Salihi, Wirt im Restaurant Mühleacker

Davon, dass das «Mühleacker» erfolgreich betrieben werden kann, ist auch Pächter Salihi überzeugt. «Es ist ein so wunderschönes Lokal, das ich übernehmen konnte. Und dies an eigentlich guter Lage.» Alles was es jetzt brauche, sei Geduld und neue Ideen. So plant das Team, unter anderem Veranstaltungen wie Firmenfeiern oder Generalversammlungen bei sich abzuhalten. Dazu habe man schon diverse Anfragen und Reservationen erhalten, sagt er. «Zudem versuchen wir auch, eine Zusammenarbeit mit den umliegenden Schulen für Mittagsmenüs einzugehen.»

Kulinarisch will Salihi die Gäste mit gut bürgerlicher Schweizer Küche überzeugen. Doch diesem Credo möchte er nicht ganz treu bleiben. «Meine grosse Leidenschaft ist das Pizzabacken.» Er könne es sich daher wohl nicht nehmen, hin und wieder an einem Mittag den Pizzaofen anzuwerfen und neben der eigentlichen Karte auch noch Pizzen anzubieten.