Das verabschiedete Budget der Politischen Gemeinde Birmensdorf hatte noch einen Aufwandüberschuss in Höhe von 3,8 Millionen Franken vorgesehen. Unter dem Strich weist die Jahresrechnung demgegenüber nun ein Ergebnis aus, das um 2,6 Millionen Franken besser abschneidet.

Für diese markante Verbesserung sind – wie bereits in den Jahren davor – insbesondere die Grundstückgewinnsteuern verantwortlich, wie einer Mitteilung des Gemeinderates zu entnehmen ist. Im Budget hatte er bei dieser direkten Steuer, die jeweils bei einem Verkauf eines Grundstücks anfällt, Einnahmen in Höhe von 1 Millionen Franken eingestellt. Effektiv konnten nun aber im vergangenen Jahr gleich 3,5 Millionen verbucht werden (plus 2,5 Millionen).

Diese hohen zusätzlichen Einnahmen «tragen denn auch dazu bei, dass die Vermögenssituation der Politischen Gemeinde Birmensdorf nach wie vor stabil ist», hält der Gemeinderat fest.

Im Minus von 1,2 Millionen Franken, das für das Jahr 2018 ausgewiesen wird, sind auch zusätzliche, nicht zwingende Abschreibungen in Höhe von 2,5 Millionen Franken enthalten. Diese konnte die Gemeinde einstellen, weil die Grundstückgewinnsteuern bereits im Jahr 2016 unerwartet hoch ausgefallen waren.

Voll im Budget

Mit Ausnahme der Grundstückgewinnsteuern blieben die weiteren Einnahmen der Politischen Gemeinde Birmensdorf im Rahmen der Erwartungen. Der Gesamtertrag wird damit in der Rechnung auf 27,5 Millionen Franken beziffert. Das Budget hatte Einnahmen in Höhe von 25,2 Millionen vorgesehen.

Auf der Ausgabenseite wurde das Budget insgesamt praktisch eingehalten: Budgetiert waren Aufwendungen von gesamthaft 29 Millionen Franken, ausgewiesen werden nun solche von 28,7 Millionen Franken. In den einzelnen Posten gab es teilweise aber grosse Veränderungen. So stiegen insbesondere die Ausgaben im Bereich der stationären und ambulanten Pflege erneut an: Die effektiven Kosten lagen mit knapp 2 Millionen Franken mehr als 20 Prozent über dem budgetierten Wert von 1,65 Millionen Franken. Auch im Bereich der wirtschaftlichen Hilfe musste die Gemeinde leicht mehr als erwartet aufwenden (1,26 Millionen Franken, plus 0,09 Millionen). Diese Mehrausgaben wurden aber in anderen Posten wieder kompensiert; so gab die Gemeinde unter anderem in den Bereichen Personal und Passivzinsen weniger aus.

Ebenfalls geringer als erwartet fielen die ordentlichen Abschreibungen aus. Denn die Politische Gemeinde hat im vergangenen Jahr 1,1 Millionen Franken weniger investiert als budgetiert. Die Investitionsrechnung weist Ausgaben in Höhe von 1,4 Millionen Franken aus. Insbesondere bei den Gemeindestrassen (-0,6 Millionen) und bei der Wasserversorgung (-0,4 Millionen) wurden weniger Projekte umgesetzt als gedacht.

Die Jahresrechnung 2018 wird der Gemeindeversammlung vom 18. Juni zu Genehmigung vorgelegt.