Herr Hans, was bedeutet Ihnen die Wahl unter die besten 50 Maturaarbeiten des Kantons?

Christoph Hans: Ich habe mich sehr gefreut. Es fällt einem schwer, die Qualität der eigenen Arbeit einzuschätzen, weil man ja selbst viel zu nahe an ihr dran ist. Diese Nominierung bedeutet eine schöne Wertschätzung der vielen Arbeit, die ich in mein Filmprojekt gesteckt habe.

Von den nominierten Arbeiten werden fünf mit einem Preisgeld von 1000 Franken prämiert. Wie hoch schätzen Sie Ihre Chancen, diesen Preis zu gewinnen?

Das ist schwierig zu sagen. Ich habe gegenüber Projekten aus Fachbereichen wie Geschichte oder Naturwissenschaft den Vorteil, dass ich meine Arbeit ansprechend präsentieren kann. Aber ich weiss nicht, welchen Stellenwert das bei der Beurteilung durch die Jury hat.

Wofür würden Sie das Preisgeld ausgeben?

Da ich ja noch nie eine feste Anstellung hatte, wäre das mein erster grosser Lohn. Ich würde ihn aber sicher in ein nächstes Projekt investieren.

Was zeigen Sie den Besuchern der Ausstellung der Maturaarbeiten von Ihrem Film «Dystopia»?

Vom Film selbst gibt es nur einen Trailer zu sehen. Ich möchte an meinem Stand den Arbeitsprozess dahinter ins Zentrum stellen und die Leute neugierig auf meinen Film machen. Dazu zeige ich kurze Making-of-Sequenzen und einen extra für die Ausstellung erstellten Kurzfilm mit musikalisch untermalten Aufnahmen von mir bei der Arbeit. Über eine zweite Musik-DVD können sich die Besucher ausserdem die Stücke anhören, die ich für den Film komponiert habe.

Welche Reaktionen erhielten Sie von den Zuschauern bei der Premiere Ihres Films?

Sehr Gute. Das Wichtigste war mir immer, dass man die Aussage meines Films versteht. Ich glaube, der Grossteil des Publikums hat meine Idee nachvollziehen können. Viele Leute kamen auf mich zu und sagten mir, dass sie sich solche Fragen zur Rolle des technischen Fortschritts in unserer Welt gestellt haben.