Zürich

Massnahmen zum Schutz: Gesonderte Unterkunft für gefährdete Asylsuchende

Bewohnerinnen und Bewohner von Asylzentren im Kanton Zürich sollen mit einer Reihe von Massnahmen vor dem Corona-Virus geschützt werden. (Archivbild)

Bewohnerinnen und Bewohner von Asylzentren im Kanton Zürich sollen mit einer Reihe von Massnahmen vor dem Corona-Virus geschützt werden. (Archivbild)

Der Kanton Zürich hat auch im Asylbereich auf das Corona-Virus reagiert. In allen kantonalen Zentren wurde eine Reihe von Massnahmen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohnern umgesetzt.

So wurden in allen Zentren Isolierzimmer für Verdachtsfälle und erkrankte Personen eingerichtet, wie die Sicherheitsdirektion am Dienstag mitteilte. Für vulnerable - besonders gefährdete - Personen wurde bereits vor zehn Tagen eine separate Unterkunft in Betrieb genommen.

Ausserdem gilt seit dem 13. März – genauso wie in den Spitälern, Heimen und Behinderteninstitutionen – auch in allen kantonalen Asylunterkünften ein Besuchsverbot.

In den Rückkehrzentren sollen die «Social distancing»-Regeln mittels betrieblicher Anpassungen besser umgesetzt werden. Die Kapazitäten von Schlafräumen und Nasszellen wurden optimiert. Die Auslastung liege mittlerweile bei durchschnittlich rund 50 Prozent, hiess es in der Mitteilung

In der Spezialunterkunft für gefährdete Personen und in mehreren Rückkehrzentren wurde auf Catering-Betrieb umgestellt. Die Asylsuchenden sollen die Unterkunft nicht mehr täglich zum Einkaufen verlassen müssen. Mit dem gleichen Ziel wurde die Auszahlung von Nothilfe angepasst. Sie erfolgt nicht mehr täglich, sondern neu einmal in der Woche.

Im Rückkehrzentrum Adliswil wurde eine von einem Coronafall betroffene Familie nach ärztlicher Abklärung umgehend isoliert. Alle Bewohnerinnen und Bewohner haben Zugang zu Desinfektionsmittel und Seife. Weitere Isolationsmöglichkeiten wurden eingerichtet.

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