Limmattal
Limmattaler Wirtschaft befürchtet, dass der Verkehr zum Erliegen kommt

Die Schlieremer Wirtschaftskammer und der Dietiker Industrie- und Handelsverein fordern freie Fahrt. Um Druck auf den Kanton zu machen, setzen die Verbände auf das Lobbying der bürgerlichen Kantonsräte aus dem Bezirk Dietikon.

Jürg Krebs
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Zwischen Parkside-Neubau und Lilie-Zentrum wird in Schlieren ein neuer Stadtplatz gebaut, um den der Verkehr ringförmig aber einspurig organisiert werden soll. Auf dem Platz selbst sollen eine Haltestelle der Limmattalbahn und Bushaltestellen realisiert werden.

Zwischen Parkside-Neubau und Lilie-Zentrum wird in Schlieren ein neuer Stadtplatz gebaut, um den der Verkehr ringförmig aber einspurig organisiert werden soll. Auf dem Platz selbst sollen eine Haltestelle der Limmattalbahn und Bushaltestellen realisiert werden.

Limmattaler Zeitung

Der Industrie- und Handelsverein Dietikon (IHV) und die Wirtschaftskammer Schlieren (WKS) sorgen sich um die Erschliessung der Geschäfte und Firmen in der Region, und befürchten kostspielige Staustunden. Die beiden Wirtschaftsverbände fordern deshalb in einer gemeinsamen Medienmitteilung taugliche flankierende Massnahmen für den motorisierten Individualverkehr.

Anlass für die Forderung geben die Projekte für eine Limmattalbahn zwischen Zürich Altstetten und Spreitenbach-Killwangen sowie für einen neuen Stadtplatz in Schlieren. Doch auch die Revision des Kantonalen Richtplans, sowie ungelöste Verkehrsprobleme im Dietiker Stadtzentrum fallen in Betracht. Diskutiert wurden die aktuelle Verkehrssituation und die Projekte am Jahrestreffen von IHV und WKS mit den bürgerlichen Kantonsrätinnen und Kantonsräten des Bezirks Dietikon.

Lobbying der bürgerlichen Kantonsräte

Die Politikerinnen und Politiker sowie die Vertreter der beiden Verbände haben nun beschlossen, gemeinsam die problematischen Punkte aufzuzeigen und wirtschaftsfreundliche Lösungen zu erarbeiten. Gemäss Mitteilung sollen diese dann mit vereinten Kräften umgesetzt werden. Die bürgerlichen Kantonsräte aus dem Limmattal hätten durch die Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsverbänden mehr und bessere Argumente zur Hand. IHV und WKS hoffen, dass so eine zukunftsweisende Zusammenarbeit entsteht, die dank vereinten Kräften zu besseren Resultaten führen kann.

Flankierende Massnahme Thema in Schlieren

Die Wirtschaftskammer kritisiert bereits seit Monaten, dass der geplante Stadtplatz in Schlieren zu Stau führen wird. Sowohl der Stadtrat als auch die für die Projekte verantwortliche kantonale Baudirektion räumen ein, dass der Verkehr während einer kurzen Phase am Abend zähflüssig werde. Dies sei jedoch gewollt, um den Verkehr aus dem Stadtzentrum auf die Umfahrungsstrasse (Bernstrasse) zu zwingen. In der restlichen Zeit habe die neue Verkehrsführung keinerlei negative Auswirkungen auf den Verkehr.

Die Diskussion in Schlieren - sowohl bei Wirtschaft, Gewerbe und Detailhandel, aber auch im Parlament - dreht sich aktuell darum, dass die Kapazität der Bernstrasse ausgebaut wird, bevor der Stadtplatz gestaltet wird. Stadt und Kanton erklärten mehrfach, dies sei nicht nötig. Die Kapazität der Bernstrasse reiche noch über Jahre, um auch Mehrverkehr aufnehmen zu können.