Vorüber ist der schöne Herbst, der Winter steht bevor. Während sich die Temperaturen schon seit einigen Tagen im einstelligen Bereich bewegen, lässt auch der Schnee nicht mehr lange auf sich warten. Um dagegen gewappnet zu sein, braucht es einiges an Vorbereitung.

Viel Aufmerksamkeit muss dabei der Sicherung der Strassen geschenkt werden. Schon seit Tagen ist Felix Hofstetter, Strassenmeister der Gemeinde Aesch, unterwegs und bereitet die Strassen auf den Schneefall vor. «Wir müssen Strassenpfähle setzten, damit die Räumfahrzeuge den Markierungen folgen können.» Auch müssen Leitungen und Wassertanks an den Strassenrändern entfernt werden, da diese sonst vereisen können.

Die Räumfahrzeuge und Salzstreuer werden bereit gemacht, damit diese ab nächster Woche einsatzbereit sind.» Damit die Strassen ausreichend gesalzen werden können, habe die Gemeinde rund 30 Tonnen Streusalz angeschafft und eingelagert, so Hofstetter. Dies sei der ungefähre Jahresdurchschnitt, den die Gemeinde brauche.

Vorbereitungen auf Hochtouren

Auch in Bergdietikon laufen die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren. Fahrzeuge und Schneepfähle sind bereit, sagt Roland Belser, stellvertretender Werkhofleiter. «Die Räumfahrzeuge mussten wir mit einem Spezialwachs behandeln, da das gestreute Salz starke Rostschäden verursachen kann.»

Damit bei überraschenden Schneefällen die Strassen möglichst schnell geräumt werden können, unterhalten beide Gemeinden zudem einen nächtlichen Pikettdienst. Da der Wetterbericht nicht immer stimmt, müsse der Pikettdienst in der Nacht alle zwei bis drei Stunden die Witterung überprüfen, sagt Belser.

Verkehrsteilnehmer in der Pflicht

Damit bei überraschenden Schneefällen die Strassen möglichst schnell geräumt werden können, unterhalten beide Gemeinden zudem einen nächtlichen Pikettdienst. Da der Wetterbericht nicht immer stimmt, müsse der Pikettdienst in der Nacht alle zwei bis drei Stunden die Witterung überprüfen, sagt Belser.

Damit die Sicherheit auf den Strassen gewährleistet ist, müssen aber auch die Verkehrsteilnehmer ihren Beitrag leisten. Autofahrer sollten jeweils bereits ab Anfang Oktober die Winterpneus montieren, empfiehlt Peter Fischer, Geschäftsführer der Garage Fischer in Dietikon. Warte man bis zum ersten Schneefall, komme jeweils zu starken Überlastungen. «Momentan sind die meisten Garagen tagelang ausgebucht, da wir so viele Pneuwechsel vornehmen müssen.» 

Um die Wintertauglichkeit zu garantieren, sei bei etwas älteren Autos auch ein Wintercheck angebracht, damit die Leistung der Batterie überprüft werden könne. «Es gibt nichts Nervigeres, als im Winter in der Nacht mit dem Auto stehen zu bleiben, da die Batterie keine Leistung mehr hat», sagt Fischer. Und: «Da es im Winter oft dunkel ist, müssen alle Lichter am Auto funktionieren.» Schlecht beleuchtete Fahrzeuge können schnell gefährlich werden.

Auch zu Hause braucht es Vorbereitung

Viel Vorbereitung für den Winter braucht es auch zu Hause. Nicht alle Pflanzen in den Gärten vertragen den Frost. Jasmin Leubin, stellvertretende Gartencenterleiterin vom Gartencenter Hoffmann in Unterengstringen, empfiehlt, mediterrane Pflanzen während der kalten Tage nicht draussen stehen zu lassen, sondern an einem hellen Platz in der Laube oder dem Wintergarten zu überwintern.

«Grosse Topfpflanzen können auch draussen bleiben, müssen aber gut eingepackt werden.» Leubin rät, diese mit Luftpolster und Wintervlies abzudecken und nicht direkt auf den Boden zu stellen, sondern auf Hölzern oder Keilen einige Zentimeter über dem Boden zu halten. «Damit sinkt das Risiko, dass die Pflanzen einfrieren.»

Einen weiteren Tipp hat Leubin zum Giessen der Pflanzen, denn dies darf auch im Winter nicht vergessen werden: «Pflanzen unbedingt am Morgen und nicht am Abend giessen.» Dadurch könne das gegossene Wasser am Tag eintrocknen. Gebe man das Wasser erst am Abend, könne die Erde einfrieren, was wiederum schädlich für die Pflanze sei.

Rutschgefahr auf der Baustelle

Doch nicht überall kann man sich optimal auf den Winter vorbereiten. So ist das Baugewerbe von den Schneefällen betroffen und muss je nach Witterung teilweise Arbeiten unterbrechen. «Der Schneefall ist für uns jedes Jahr ein grosses Thema», sagt Bauunternehmer Josef Wiederkehr. Einerseits bestehe Rutschgefahr für die Arbeiter, da die Gerüste vereisen, andererseits könne auch die Qualität des verwendeten Materials unter den tiefen Temperaturen leiden.

Verputz, Beton und Mauerwerk vertragen die eisige Kälte nicht.
Für ein Bauunternehmen sei es daher manchmal sinnvoller, die Arbeiten für einen gewissen Zeitraum zu unterbrechen, und «Vernunft walten zu lassen», sagt Wiederkehr. «Es macht wenig Sinn, wenn die Bauarbeiter den ganzen Tag Schneeschaufeln müssen, anstatt sich auf die eigentliche Arbeit konzentrieren zu können.»