Turnen

Limmattaler Turnvereine am Eidgenössischen Turnfest in Aarau: Platzierungen waren Nebensache

Sportlich konnte der TV Weiningen, hier in der Kategorie Aerobic 35+, überzeugen, doch auch der Spassfaktor war wichtig.

Sportlich konnte der TV Weiningen, hier in der Kategorie Aerobic 35+, überzeugen, doch auch der Spassfaktor war wichtig.

Beim «Eidgenössischen» stand für die Limmattaler das Erlebnis im Vordergrund. Die Bilanz kann sich dennoch sehen lassen.

Den ersten Rang in der Kategorie der Seniorinnen 35+, den Martina Ott zusammen mit anderen Turnerinnen gewann. Dazu im Aerobic den zweiten Platz in derselben Alterskategorie im Vereinswettkampf. Und zu guter Letzt eine Auszeichnung in der Kategorie K6 für Yves Strässle mit seinem neunten Platz und ebenfalls eine für Mika Hodel in der Kategorie K7, der sich als 14. klassierte. Die Bilanz des TV Weiningen am Eidgenössischen Turnfest in Aarau lässt sich durchaus sehen.

Die Weiningerinnen und Weininger stellten am Turnfest, das am vergangenen Wochenende endete, die erfolgreichste Fraktion aus dem Limmattal. Doch auch die anderen Limmattaler Vereine zeigten in Aarau ihr Können, so zum Beispiel der STV Schlieren. «Wir haben am ersten Wochenende in verschiedenen Kategorien teilgenommen», sagt Sabrina Berri, Präsidentin der Aktivsektion des STV Schlieren. «Unter anderen beim Turnwettkampf der Kategorie A TU/TI Jugend und der Kategorie B TI Aktive. Hier konnten wir zwei Auszeichnungen abholen.»

Ausserdem habe man am vergangenen Donnerstag mit 32 Teilnehmern den 3-teiligen Vereinswettkampf in der 3. Stärkenklasse bestritten. «Wir sind mit unserer Leistung zufrieden, wenn man bedenkt, dass wir sehr viele junge neue Turnerinnen und Turner mit an den Wettkampf genommen haben und bei uns keine Selektion stattfindet», so Berri. «Wir haben auch keine Mindestanforderungen, sodass alle, die möchten, teilnehmen können. Wir werden sicherlich auf dem Ergebnis aufbauen und versuchen, uns in den kommenden Jahren zu verbessern.» Richtig gut abgeschnitten haben die Schlieremer aber im Faustball. Dort hat das Elite-Team der Kategorie A Männer den fünften Platz geholt.

Die Resultate stünden jedoch gar nicht im Vordergrund, so Berri: «In erster Linie zählt das Erlebnis Eidgenössisches Turnfest und dass das Vereinsleben wieder gestärkt werden kann. Ich denke, es war ein Supererlebnis für alle.»

Zelt mit TV Urdorf

Auch den Kontakt zu anderen Limmattaler Vereinen haben die Schlieremer während des Turnfestes unterhalten. «Ja, wir haben zusammen mit dem TV Urdorf unsere beiden grossen Zelte aufgeschlagen, sodass wir gemeinsam auf dem Zeltplatz übernachten konnten», sagt Berri. «Das hat super funktioniert und war eine gute Gelegenheit, sich gegenseitig noch besser kennen zu lernen, obwohl wir seit Jahren den Kontakt zu den umliegenden Vereinen pflegen. So wird gegen Ende Jahr jeweils ein Nacht-OL veranstaltet.»

Der angesprochene TV Urdorf sieht wie der TV Schlieren die Ergebnisse als zweitrangig an. «Wir konnten alle zusammen ein einzigartiges und herrliches Fest erleben», sagt Fabian Steiner, Vizepräsident des TV Urdorf. Und was hat ihm besonders gefallen? «Was bestimmt in Erinnerung bleiben wird, ist der Festumzug vom Samstagmorgen mit insgesamt 4800 Teilnehmern.»

Ein Spektakel für alle Vereine

An diesem nahmen laut Steiner auch rund 60 Turnerinnen und Turner der Urdorfer teil, die mit insgesamt 193 Teilnehmenden nach Aarau gereist waren. Ebenfalls ein Highlight für die Urdorfer: Auf der Heimreise wurden sie am Bahnhof Urdorf von der Harmonie Urdorf empfangen und von dieser bis in die Sporthalle Bahnhofstrasse geführt.

Mit kleineren Delegationen waren auch der TV Birmensdorf und der STV Dietikon am Turnfest vertreten. Beide zeigten sich vom Ambiente beeindruckt. «Das war ein ziemliches Spektakel», sagt Patrick Bader, Präsident des STV Dietikon, der am dreiteiligen Vereinswettkampf teilnahm. «Man trifft viele Leute, die man kennt.» Und auch Peter Hagenbucher vom TV Birmensdorf lobte das Fest: «Es war sehr gut. Ein wirklich riesiges Fest, das toll organisiert war.» Einziger Wermutstropfen seien die strengen Auflagen gewesen. «Und auch, dass man lange warten musste, bis man etwas zu trinken bekam, weil so viele Leute anstanden», sagt Hagenbucher und lacht.

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