Ein letztes Mal heisst es, tief Luft holen, bevor es ernst wird und das Wettschwimmen um den begehrten Titel «Limmattaler Fisch» im Dietiker Hallenband Fondli losgeht. Nur ein bis zwei Längen bleiben den Kindern je nach Altersstufe Zeit, um im freien Schwimmstil eine der Medaillen mit dem Fischlogo zu ergattern. Man spürt es und man sieht es: Es geht um viel an diesem Nachmittag. So zeigen einige Kinder Freudensprünge, während anderen enttäuschte Tränen über die Wangen laufen. Auch das Publikum fiebert mit: Eltern und Freunde rund um das Schwimmbecken herum jubeln lautstark, feuern die Kinder an, klatschen.


«Es ist ein toller und emotionaler Anlass, der jedes Jahr sehr gut organisiert ist», sagt Daniela De Fezza aus Geroldswil. «Diesmal sind alle meine drei Kinder angemeldet und es gibt weder Wartezeiten noch Langweile.» Es sei immer etwas los, sagt Tochter Elena, die seit 2013 dabei ist: Deshalb sei es ihr gar nicht gelungen, vor dem Start noch wie geplant ihre Hausaufgaben zu erledigen. Dafür war sie im Becken erfolgreich und sicherte sich eine Bronzemedaille. Auch ihre Schwestern Luana und Yara waren erfolgreich und holten sich in ihren Kategorien Podestplätze.

Der Nachwuchs steht bereit

Die begehrte Auszeichnung als schnellster Limmattaler Fisch ergattert sich bei den Mädchen mit zurückgelegten 50 Meter in nur 34 Sekunden Julia Koutinchev aus dem Schwimmclub Urdorf, die sich nach dem Sieg überglücklich zeigt: «Es bedeutet mir mega viel. Der Sieg war mein Ziel und ich habe viel dafür trainiert.» Gemeinsam mit dem schnellsten Schwimmer bei den Knaben, Ciril Clerc, steht sie damit nicht nur einmal zuoberst auf der Siegertreppe. Ebenso mangelt es keineswegs an genügend Nachwuchs bei dieser achten Ausgabe des Schwimmevents. Die sechsjährige Ladina Panier ist mit ihrer Zweitplatzierung in der jüngsten Stufe zufrieden. Sie habe soeben das Schwimmabzeichen «Eisbär» erlangt und der Schwimmkurs sei cool, sagt sie.


Freuen über einen gelungenen Nachmittag mit 141 gestarteten Schwimmfans und insgesamt neun Stafetten konnte sich Ursula Hintermeister, die den Anlass 2010 initiiert hat: «Es freut mich sehr, dass jedes Jahr mehr Leute den Schwimmanlass besuchen», sagt sie. In der Schweiz gebe es so schöne Gewässer und viele Möglichkeiten, um zu schwimmen. Da gehöre es einfach dazu, dass man den Sport richtig lerne. Bei ihr im Kurs Schwimmen gelernt hat Sabina Möckel aus Würenlos. Auf die Mithilfe der mittlerweile 17-Jährigen kann gezählt werden: «Schwimmen ist etwas sehr Schönes, das man brauchen kann», sagt sie. Daher helfe sie beim Anlass gerne aus.