Verkehr
Limmattalbahn AG vergibt vier Grossaufträge im Wert von 230 Millionen Franken

Die Limmattalbahn AG hat für den Bau der 2. Etappe der Limmattalbahn vier grosse Tiefbauaufträge im Gesamtwert von rund 230 Millionen Franken vergeben. Die Angebote lagen zwischen 51 und 65 Millionen Franken pro Auftrag und damit innerhalb des Kostenvoranschlags.

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Die Limmattalbahn soll ab 2022 die Gemeinden Zürich-Altstetten, Schlieren, Urdorf, Dietikon, Spreitenbach und Killwangen verbinden. (Archivbild)

Die Limmattalbahn soll ab 2022 die Gemeinden Zürich-Altstetten, Schlieren, Urdorf, Dietikon, Spreitenbach und Killwangen verbinden. (Archivbild)

zvg/Architron Gmbh, Zürich

Die vier Tiefbauaufträge sind die grössten Einzelaufträge, die die Limmattalbahn für den Bau der 2. Etappe zu vergeben hatte, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Aufträge wurden im offenen Verfahren ausgeschrieben. Pro Bauabschnitt wurden drei bis fünf Angebote eingereicht. Alle Eingaben seien von hoher Qualität gewesen.

Einen Zuschlag bekamen eine Arbeitsgemeinschaft unter Führung der Specogna Bau AG aus Kloten, die gleiche Arbeitsgemeinschaft unter Leitung der Jak. Scheifele AG aus Zürich, eine Arbeitsgemeinschaft unter der Strabag AG aus Schlieren und eine Arbeitsgemeinschaft mit der Aarvia Bau AG aus Würenlingen.

Die dritte Bauphase der 1. Etappe der Limmattalbahn ist in vollem Gange
16 Bilder
Walo-Bauführerin Aline Danner bespricht sich mit einem Gleisbauer aus der Vormittagsgruppe. Derzeit ist die dritte Bauphase der 1. Etappe der Limmattalbahn in Schlieren im Gange.
 Das ist Millimeterarbeit: Vor dem Schweissen werden die Schienen mithilfe einer Winde auf exakt dieselbe Höhe gehoben.
 Sie schaut vor Ort, dass alles nach Plan läuft: Walo-Bauführerin Aline Danner.
 Dieser Plan zeigt die Auto-Überfahrt an der Zürcherstrasse. Links (grüner Bereich) wird dereinst Grüntrassee sein, rechts (rötlich) die Haltestelle der Limmattalbahn.
 Der Stoss wird mit einer Form umschlossen und diese daraufhin mit Sand eingepackt. Dahinein läuft danach der flüssige Stahl.
 Innert Sekunden wird das Thermitgemisch im Kübel auf 2300 Grad Celsius erhitzt.
 Die Thermitmischung im Kübel wird entzündet. Der Stahl schmilzt daraufhin und ergiesst sich in die darunter fixierte Form.
 Mit Zangen entfernen die Gleisbauer den überflüssigen Stahl.
Der überflüssige Stahl wird mithilfe einer hydraulischen Maschine abgeschert und das noch glühende Metall entfernt. Mit einem kleinen Abbauhammer wird die verschweisste Stelle nachbearbeitet.
 Diese Jüstierschrauben kommt zum Einsatz, wenn die Schienenstücke mithilfe einer Winde auf gleiche Höhe angehoben werden.
Da sich Schienen in der Sommerhitze ausdehnen, ist ein sogenanntes "Schwäbli", ein Abstandhalter zwischen den Schienen, sehr wichtig.
 Um Schienen anzuheben benutzen die Gleisbauer eine Winde.
 Schweisser Michael Reuter bearbeitet den verschweissten Stoss mit einem kleinen Abbauhammer.
 Schweisser Michael Reuter bearbeitet den verschweissten Stoss mit einem kleinen Abbauhammer.
So sehen die verschweissten Schienenenden auf der Zürcherstrasse nach den Schleifarbeiten aus. Zu sehen ist eine Rillenschiene, die dereinst ganz im Boden eingebettet sein wird, sodass sie Autos queren können.

Die dritte Bauphase der 1. Etappe der Limmattalbahn ist in vollem Gange

Fabienne Eisenring

Die Limmattalbahn ist ein gemeinsames Projekt der Kantone Zürich und Aargau. Sie verbindet ab Ende 2022 die Gemeinden Zürich-Altstetten, Schlieren, Urdorf, Dietikon, Spreitenbach und Killwangen. Geplant und gebaut wird die 13,4 Kilometer lange Strecke mit 27 Haltestellen durch die Limmattalbahn AG.