Gesundheit
Limmatspital: Der Anteil an Investitionskosten ist zu tief

Die Zürcher Gesundheitsdirektion hat als Berechnungsgrundlage für die Kosten einer medizinischen Leistung provisorisch eine Basisrate von 9500 Franken festgelegt.

Jürg Krebs
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Limmattaler Zeitung

Für den Zürcher Stadtrat ist diese Fallpauschale zu tief angesetzt; die Spitäler Triemli und Waid gehen von einer Basisrate von 10 300 respektive 10 000 Franken aus, um ihre Leistungen kostendeckend verrechnen zu können (az Limmattaler Zeitung vom Samstag).

«Limmi» ist vorbereitet

Das Spital Limmattal hingegen hat sich mit Blick auf 2012 bereits auf die Vorgabe der Zürcher Gesundheitsdirektion eingestellt. Die Basisrate verursacht bei Spitaldirektor Thomas Brack keine Kopfschmerzen. Die Vorgabe der Gesundheitsdirektion ermöglicht es den Spitälern, per Januar 2012 ihre Leistungen den Krankenkassen und dem Kanton verrechnen können, und zwar ohne dass Finanzierungslücken oder Liquiditätsengpässe entstehen.

Dieser provisorische Preis wird abgelöst, sobald entweder mit den Krankenkassen ausgehandelte und vom Kanton genehmigte Vereinbarungen zustande kommen oder das ordentliche Festsetzungsverfahren erfolgt ist. Doch noch ringt der Verband Zürcher Krankenhäuser mit den Krankenkassen um eine Einigung.

Offene Frage: Investitionskosten

«Mit den provisorischen 9500 Franken können wir gut und entsprechend unserer Planung ins 2012 starten», sagt Thomas Brack. Zentral ist neben der Verrechnungsgrundlage die Frage, wie kostendeckend das «Limmi» mit dieser Basisrate haushalten kann. Dazu sagt Thomas Brack: «Die Basisrate ist sicher kostendeckend für den laufenden Betrieb.

Viel wichtiger ist aber die Tatsache, dass sie auch für die Finanzierung zukünftiger Investition ausreichend sein muss.» Dabei ist für Brack der so genannte Anlagenutzungskosten-Anteil mit dem vom Bundesrat festgelegten 10-Prozent-Anteil mittel- und langfristig klar zu tief angesetzt.

Vorgaben umgesetzt

Mittelfristig sei der Erfolg des Spitals Limmattal von sehr vielen verschiedenen Faktoren abhängig, so Thomas Brack. Darunter fällt auch die Höhe der Basisrate. Das Spital Limmattal es aber gewohnt, «mit den vorhandenen Mitteln sehr haushälterisch umzugehen und die Ressourcen sehr gezielt und effizient einzusetzen».

Das «Limmi» trage dabei seinen Anteil zur Stabilisierung der Gesundheitskosten bei. Als Beweis dafür sieht Spitaldirektor Thomas Brack die Tatsache, dass sich die 17 Zweckverbandsgemeinden an Betrieb und Investitionen nicht mehr beteiligen müssen. Damit seien die gesetzlichen Vorgaben zu 100 Prozent umgesetzt. Im Spitalbudget, das von der Spitalführung an der Delegiertenversammlung vom 8. Dezember vorgestellt worden war, ist dies berücksichtigt.

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